Beim großen Saisonfinale auf dem Yas Marina Circuit in Abu Dhabi nahm Tsuyoshi das letzte Rennen des Jahres vom sechzehnten Startplatz aus in Angriff. Durch eine extrem turbulente Startphase behielt der Williams Pilot die Nerven, wich allen brenzligen Situationen geschickt aus und spülte sich bis auf den elften Rang nach vorne. Noch in derselben ersten Runde blies er zur Attacke, überrumpelte Tsunoda und knackte bereits nach einer halben Renndistanz die Top Zehn. Von hinten drohte jedoch umgehend Gefahr durch die beiden heraneilenden Ferrari von Sainz und Leclerc, die nach einem schwierigen Qualifying nach vorne drängten.
Gegen die überlegene Pace der Scuderia hatte Tsuyoshi auf den langen Geraden keine echte Chance und musste beide Konkurrenten folgerichtig ziehen lassen. Dahinter fand der Japaner jedoch schnell seinen eigenen Rhythmus, stabilisierte die Position und setzte sich kontinuierlich von Tsunoda ab. Über weite Strecken plätscherte das Rennen in der Folge ohne nennenswerte Höhepunkte dahin, und es schien, als würde Tsuyoshi die Punkteränge beim Finale knapp verpassen.
Erst in der allerletzten Runde überschlugen sich die Ereignisse dramatisch, als Alonso und Norris im infight aneinandergerieten. Norris drehte sich durch die Berührung von der Strecke, während Alonso massiv an Tempo verlor. Tsuyoshi profitierte blitzschnell von dem Schlamassel, zog an dem gestrandeten McLaren vorbei auf Platz elf und saugte sich direkt in den Windschatten des waidwunden Aston Martin. Mit der Unterstützung des klappbaren Heckflügels lancierte der Williams Pilot auf der verbleibenden Geraden einen perfekten Angriff, schob sich in letzter Sekunde an Alonso vorbei und rettete den zehnten Platz sowie einen finalen WM Zähler über die Ziellinie.
Den letzten Sieg des Jahres feierte Perez vor Hamilton, Stroll, Piastri, Russell, Verstappen, Sainz, Hülkenberg, Leclerc und Tsuyoshi.
Max Verstappen krönt sich mit 25 Punkten Vorsprung offiziell zum Weltmeister vor Piastri, Russell, Norris, Hamilton, Sainz, Leclerc, Perez, Stroll und Alonso, während Tsuyoshi die Saison auf einem starken zwölften Platz beendet und das Jahr die Besonderheit bereithält, dass jeder einzelne Fahrer im Feld mindestens einen Punkt einfahren konnte. In der Konstrukteursweltmeisterschaft triumphiert McLaren und sichert sich die Krone vor Red Bull, Mercedes, Ferrari, Aston Martin, Alpine, Williams, Haas, den Racing Bulls und Schlusslicht Sauber.
Die Saison 2024 bot über die gesamten 24 Stationen hinweg ein historisch enges und unvorhersehbares Kräfteverhältnis. Während die Dominanz des Weltmeisters Verstappen im Vergleich zu den Vorjahren spürbar bröckelte und McLaren sich dank einer extrem konstanten Fahrerpaarung zum Team der Stunde aufschwang, erlebten die Fans im Mittelfeld ein wahres Abnutzungsrennen. Ein Beleg für die enorme Leistungsdichte der Königsklasse ist die Tatsache, dass sich die Kräfteverhältnisse von Wochenende zu Wochenende verschoben und im Laufe des Jahres so viele verschiedene Rennsieger und Podestbesucher wie selten zuvor bejubelt werden durften.







