Beim Großen Preis von Brasilien in Interlagos nahm Tsuyoshi das Rennen vom elften Startplatz aus in Angriff und behauptete diese Position im dichten Getümmel durch das anspruchsvolle Senna S schadlos. Direkt im Anschluss blies der Williams Pilot zur Attacke, setzte ein präzises Manöver gegen Bearman und zog erfolgreich vorbei. Nur wenig später witterte der Japaner die nächste Chance und attackierte Verstappen, welcher einen extrem schlechten Start erwischt hatte und sichtlich mit der Balance seines Red Bull kämpfte. Tsuyoshi ging unter dem Jubel der Boxengasse tatsächlich an dem Weltmeister vorbei, musste sich nach einem harten Rad an Rad Duell nur wenig später aber dem erfolgreichen Konter des Niederländers beugen.
In der Folge biss sich Tsuyoshi im Heck des Red Bull fest, hielt das Tempo des Weltmeisters stark mit und konnte im Windschatten gemeinsam mit Verstappen auf den vor ihnen fahrenden Lawson aufschließen. Nachdem beide Kontrahenten den Racing Bulls erfolgreich passiert hatten, musste Tsuyoshi den enteilenden Verstappen zwar ziehen lassen, blies im letzten Rennviertel aus eigener Kraft jedoch zur nächsten Aufholjagd auf Gasly. Der Alpine Pilot kämpfte mit stumpfen Waffen auf stark abbauendem Gummi, sodass Tsuyoshi die Lücke zügig schloss, ein sauberes Überholmanöver setzte und vorbeizog. Auf der achten Position angekommen waren die Abstände nach ganz vorne bereits zu groß, sodass der Williams Pilot das Rennen nach einer kämpferischen Leistung auf einem starken achten Rang beendete.
Den Sieg in Brasilien feierte Lando Norris vor Andrea Kimi Antonelli, Charles Leclerc, Oscar Piastri, Lewis Hamilton, Fernando Alonso, Max Verstappen, Tsuyoshi, Pierre Gasly und Liam Lawson.
In der Gesamtwertung führt Oscar Piastri nun mit 40 Punkten Vorsprung vor Lando Norris und kann sich bereits beim nächsten Grand Prix vorzeitig die Weltmeisterkrone aufsetzen. Dahinter rangiert Max Verstappen als letzter Pilot, der noch theoretische Chancen auf den Titel besitzt, gefolgt von Charles Leclerc auf dem vierten Platz und Andrea Kimi Antonelli. Tsuyoshi behauptet weiterhin den neunten Rang der Fahrerweltmeisterschaft und liegt nun bis auf sieben Zähler dicht hinter seinem Teamkollegen Carlos Sainz.
Hinter den Kulissen des Fahrerlagers platzte an diesem Wochenende die absolute Transferbombe. Nach einer weiteren indiskutablen Nullrunde von Yuki Tsunoda zog die Chefetage von Red Bull endgültig die Reißleine und verkündete offiziell, dass Isack Hadjar ab der Saison 2026 das Cockpit des Japaners übernehmen wird. Den dadurch frei werdenden Platz bei den Racing Bulls erhält der britische Youngster Arvid Lindblad, der direkt aus der Formel 2 in die Königsklasse aufsteigt.
Bei McLaren gab sich Lando Norris nach seinem Triumph im Medienzelt weiterhin felsenfest siegesgewiss und betonte vor den Journalisten arrogant, dass er fest von seinem späten Titelgewinn überzeugt ist und Oscar Piastri noch abfangen wird.
Ein Bild des Jammers bot sich unterdessen bei Mercedes. George Russell zeigte sich nach dem Fallen der Zielflagge komplett fassungslos und tief deprimiert, warum er erneut außerhalb der Punkte landete, während sein junger Teamkollege Andrea Kimi Antonelli vom Podium strahlte.
Die Gazzetta dello Sport feierte die erneute Podiumsplatzierung von Charles Leclerc gewohnt enthusiastisch als italienischen Feiertag. Im selben Atemzug bohrten die unbarmherzigen Journalisten des Kultblatts jedoch genüsslich in der offenen Wunde von Ferrari und hinterfragten mit scharfer Kritik, welchen sportlichen Mehrwert die astronomisch teure Verpflichtung von Lewis Hamilton dem Team in dieser Saison überhaupt eingebracht hat. Enzo hat schließlich nie „Champions“ ins Fahrzeug gesetzt und man sieht das Erbe des Commendatore gefährdet.






