2026 – Shanghai

Das packende Saisonfinale bot den Zuschauern beim großen Showdown ein offenes Visier, da alle Teams reglementgemäß ohne Erfolgsgewichte antraten. Tsuyoshi nahm das Rennen von der elften Startposition auf und bewies bereits in den ersten Kurven großes Geschick, indem er sich auf den achten Rang vorschob. Nach einigen Umläufen musste er jedoch dem hohen Tempo der Konkurrenz Tribut zollen und verlor zwei Positionen an Takaboshi und Fenestraz. Die Situation wendete sich dramatisch, als Takaboshi beim Überholversuch mit Rast kollidierte und beide von der Strecke abkamen, während Fenestraz ausweichen musste. Tsuyoshi profitierte von diesem Chaos, erbte die siebte Position und verteidigte diese mit einem komfortablen Polster von 7 Sekunden bis zum ersten Boxenstopp in der 22. von insgesamt 56 Runden.

Der zweite Rennabschnitt entwickelte sich zu einem nervenaufreibenden Dreikampf, den Tsuyoshi von der fünften Position aus in Angriff nahm. Direkt hinter ihm machten Fukuzumi und Takaboshi enormen Druck, und während Fukuzumi schließlich vorbeizog, nutzte Tsuyoshi dessen Windschatten geschickt aus, um sich gegen Takaboshi zu verteidigen. Nach der finalen Boxenstoppphase und dem Ausfall von Bamber sortierte sich das Feld neu, sodass Tsuyoshi auf dem vierten Rang lauerte. Durch ein zu ungestümes Manöver beim Überrunden drehte sich der vor ihm liegende Fukuzumi von der Strecke, wodurch Tsuyoshi auf den dritten Platz vorrückte. In den verbleibenden Runden robbte sich Takaboshi Stoßstange an Stoßstange heran und wagte in der allerletzten Haarnadelkurve einen optimistischen Generalangriff, den Tsuyoshi jedoch nervenstark abwehrte und den Podestplatz über die Linie rettete.

Nakajima feierte den Rennsieg vor Baguette, während Tsuyoshi mit dem dritten Platz das Podium komplettierte. Takaboshi musste sich mit dem vierten Rang begnügen, gefolgt von Ishiura und Sakaguchi auf den Plätzen fünf und sechs. Die verbleibenden Punkteplatzierungen innerhalb der Top 10 sicherten sich Juncadella, Paffett, Yamamoto und Alesi. Das historisch letzte Rennen der GT300-Klasse entschied Yamauchi für sich, gefolgt von de Oliveira und King.

In der Meisterschaft der GT500-Klasse krönte sich Tsuyoshi mit einem Vorsprung von 7 Punkten zum neuen Champion und tilgte damit die Scharte des knapp verpassten Titels aus dem Vorjahr. Der Tagessieger Nakajima schob sich in der Endabrechnung noch auf den zweiten Gesamtrang vor Jarvis und Fukuzumi. Bei den Teams bejubelte Red Bull die Meisterschaft vor TOM’S und Rosberg, während Toyota den Herstellertitel souverän vor Nissan und Audi einfuhr. In der GT300-Klasse sicherte sich de Oliveira die finale Meisterschaft vor dem Abschied der Kategorie, während Yamauchi und Taniguchi die Plätze zwei und drei belegten. Die Teamwertung ging an Kondo vor R&D, und Nissan verabschiedete sich mit dem Herstellertitel vor Subaru und Mercedes aus der Serie.

Tsuyoshi Nakamoto