Tsuyoshi musste das Kräftemessen auf dem Traditionskurs von Laguna Seca mit erheblichem Erfolgsgewicht an Bord von der 14. Position aus angehen. Beim Erlöschen der Ampeln machte er direkt einen Platz gut, sah sich im Anschluss jedoch permanenten Attacken von Fenestraz ausgesetzt. Trotz der heftigen Gegenwehr kämpfte sich Tsuyoshi an Fukuzumi vorbei auf den zwölften Rang nach vorne, doch auch der Überrumpelte hielt den Druck hoch. Nach einigen Umläufen bauten die Reifen unter der enormen Zusatzlast spürbar ab, wodurch Fukuzumi wieder vorbeizog. Da Tsuyoshi eine Taktik mit zwei langen Abschnitten und einem kurzen Schlussspurt gewählt hatte, spülte es ihn durch Boxenstopps der Konkurrenz zeitweise nach vorne. Wenig später klopfte Tandy an, den Tsuyoshi über mehrere Runden erfolgreich abwehrte, bevor er die Position schließlich abtreten musste. Unbereinigt lag er dennoch auf dem achten Platz und sortierte sich nach dem eigenen Service auf dem neunten Rang wieder ein, womit er sich in einem riesigen Vakuum nach vorne und hinten mit jeweils über 20 Sekunden Abstand zu Spengler und Di Resta befand.
Da sowohl Spengler als auch Yamamoto ein weiteres Mal die Boxengasse ansteuern mussten, rückte Tsuyoshi bis auf die siebte Position vor. In dieser Phase ging er das Tempo der Konkurrenz mühelos mit und behauptete den siebten Rang auch nach seinem finalen Servicehalt. Dieser letzte Stopp fiel dank einer geringeren Spritmenge extrem kurz aus, zudem verzichtete das Team auf einen Reifenwechsel. Spengler nutzte seine frischeren Walzen und verkürzte den Rückstand von sieben Sekunden im Eiltempo, während Tsuyoshi im selben Moment von einem Unfall im vorderen Feld profitierte und auf den fünften Platz aufrückte. In der 75. von 84 Runden hatte Spengler die Lücke komplett geschlossen und erhöhte den Druck auf den verbliebenen Reifen spürbar. Tsuyoshi hielt mit Kampflinien dagegen, bis Spenglers Boxencrew einen kalkulatorischen Fehler bemerkte und ihren Piloten wegen Spritmangels zu einem späten Splash anordnete. Die verbleibenden Umläufe spulte Tsuyoshi ohne jegliche Gefahr ab und verbuchte den fünften Rang als strategischen Triumph.
Der Gesamtsieg ging an Duval vor Jarvis, Ishiura und Juncadella. Hinter dem fünftplatzierten Tsuyoshi komplettierten Di Resta, Spengler, Yamamoto, Tsukakoshi und Tandy die Top Ten der GT500. In der GT300-Kategorie feierte Suganami den Erfolg vor O’Sullivan und Taniguchi.
In der Meisterschaftstabelle der GT500 übernahm Jarvis mit sieben Punkten Vorsprung auf Tsuyoshi die Führung. Auf den weiteren Verfolgerplätzen lauern Fukuzumi, Ishiura, Duval und Fenestraz. Bei den Teams liegt Rosberg mit einem hauchdünnen Vorsprung von zwei Zählern vor Red Bull an der Spitze, dahinter folgen ENEOS, KeePer und Abt. Die Markenwertung sieht Audi in Front, gefolgt von Toyota, Nissan und Lexus. In der GT300 behauptet de Oliveira die Spitzenposition vor Yamauchi und O’Sullivan. Die Teamwertung wird hier von Kondo vor R&D und CarGuy angeführt, während Nissan bei den Herstellern vor Subaru, Ferrari und Mercedes liegt.









