Toni nahm den vorletzten Lauf der Saison von der zehnten Position aus in Angriff. Das Rennen hielt völlig neue Herausforderungen bereit, da eine verbrauchsschonende 1-Stopp-Strategie diesmal von vornherein ausgeschlossen war. Das gesamte Feld musste ab der ersten Runde mit vollem Ladedruck attackieren. Toni ging dabei mit den schlechtesten Karten in das Rennen, da sein Bolide mit dem maximalen Strafgewicht beladen war. Direkt nach dem Start profitierte er von einem Dreher von De Vries und schob sich auf den neunten Rang nach vorne. In der Folge geriet Toni unter Dauerdruck von Klein, den er in einem intensiven Duell erfolgreich hinter sich hielt. Das Team plante mit zwei langen Stints und einem extrem kurzen Schlussabschnitt. Nach dem ersten Service rutschte Toni durch die Boxenstopps der Konkurrenz zunächst auf den 13. Platz ab.
Auf dieser Position absolvierte Toni weite Strecken in einem einsamen Rennen, bis von hinten die heranstürmende Pin aufholte. Gegen die Angriffe der Konkurrentin konnte sich Toni aufgrund des stumpfen Gewichtsbeils nicht dauerhaft verteidigen und musste sie passieren lassen. Pin steuerte jedoch wenig später ihre Box für den finalen Service an und verlor durch einen langen Tankvorgang viel Zeit. Toni rückte dadurch im noch unbereinigten Klassement vorübergehend wieder bis auf die neunte Position vor.
Für den finalen Schlussspurt musste Toni für einen schnellen Tankstopp ein letztes Mal die Boxengasse ansteuern. Nach diesem Service sortierte er sich erneut auf dem 13. Platz ein, behielt aber einen komfortablen Vorsprung von acht Sekunden vor Pin. Am Ende erwies sich die gewählte Renntaktik zwar als goldrichtig, doch das extrem hohe Zusatzgewicht verhinderte jede realistische Chance auf die Punkteränge.
Den Sieg feierte Heinrich vor ten Voorde und Zendeli. Die weiteren Plätze in den Top Ten gingen an Dürksen, Schumacher, Montoya, Klein, Habsburg, Verschoor und Vettel.
In der Gesamtwertung schrumpfte Tonis Vorsprung ein Rennen vor dem großen Saisonfinale auf fünf Punkte vor Verschoor zusammen. Dahinter lauern Vettel, ten Voorde, Wurz und Schumacher auf ihre Gelegenheiten. Bei den Teams behauptet Engstler die Spitzenposition vor Irmscher, Schubert und Manthey. In der Markenmeisterschaft steht die Entscheidung bereits vorzeitig fest, da sich Opel uneinholbar den Titel vor Porsche, Ford und VW gesichert hat.






