Beim großen Saisonfinale auf dem Yas Marina Circuit in Abu Dhabi ging Tsuyoshi nach einer absolut chaotischen Qualifyingsession von einem sensationellen zweiten Startplatz direkt vor Bearman und Hülkenberg in das letzte Rennen des Jahres. An der Spitze der Startaufstellung thronte der frischgebackene Weltmeister Piastri, welcher beim Erlöschen der Ampeln einen perfekten Start erwischte und für den Williams Piloten umgehend außer Reichweite war. Tsuyoshi konzentrierte sich stattdessen darauf, seine zweite Position beim Anbremsen der ersten Kurve kompromisslos zu verteidigen, was ihm fehlerfrei gelang, sodass er den heranstürmenden Bearman sofort auf Distanz hielt.
Der Haas Pilot im Heck des Williams erfüllte in der Folge unfreiwillig seine Aufgabe perfekt und blockierte das gesamte restliche Feld nach hinten ab, da auf dem Wüstenkurs kein Vorbeikommen an ihm war. Tsuyoshi profitierte massiv von dieser rollenden Schikane und baute seinen Vorsprung mit einer Serie konstanter Rundenzeiten immer weiter aus. Zur Rennhalbzeit hatte sich der Japaner bereits ein komfortables Polster von acht Sekunden erarbeitet und es schien alles auf ein absolut einsames und sicheres Rennen in Richtung des Podiums hinauszulaufen.
In der absoluten Schlussphase überschlugen sich die Ereignisse jedoch, als Russell nach einer spektakulären Aufholjagd endlich einen Weg an Bearman vorbeifand und die exakte Wiederholung des Spa Krimis einleitete. Der Mercedes Pilot schlug auf den frischeren Reifen ein mörderisches Tempo an, holte mit Riesenschritten auf und war diesmal, im Gegensatz zum Rennen in Belgien, rechtzeitig am Heck des Williams dran. Mit Unterstützung des klappbaren Heckflügels setzte sich Russell auf der langen Geraden mit Geschwindigkeitsüberschuss daneben, drückte sich vorbei und übernahm den zweiten Platz. Da es im verbliebenen Feld jedoch keinem weiteren Fahrer gelang, die Defensivmauer von Bearman zu brechen, geriet Tsuyoshi nach hinten nicht mehr in Gefahr und überquerte die Ziellinie auf einem herausragenden dritten Platz, womit er beim Saisonfinale ein weiteres Podium feierte.
Den letzten Sieg des Jahres sicherte sich Oscar Piastri vor George Russell, Tsuyoshi, Oliver Bearman, Lance Stroll, Nico Hülkenberg, Max Verstappen, Yuki Tsunoda, Charles Leclerc und Lewis Hamilton.
In der finalen Abrechnung der Weltmeisterschaft krönt sich Oscar Piastri mit einem deutlichen Vorsprung von 50 Punkten offiziell zum Weltmeister vor Lando Norris, gefolgt von Max Verstappen, Charles Leclerc, Andrea Kimi Antonelli, Lewis Hamilton und George Russell. Tsuyoshi beendet das Jahr nach dem grandiosen Endspurt auf dem herausragenden achten Platz der Gesamtwertung direkt vor seinem Teamkollegen Carlos Sainz und Fernando Alonso, wobei die Saison erneut die historische Besonderheit aufweist, dass jeder einzelne Pilot im Feld mindestens einen WM Zähler einfahren konnte. In der Konstrukteursweltmeisterschaft triumphiert McLaren dominant vor Ferrari. Mercedes fängt Red Bull im packenden Last Minute Duell noch ab und sichert sich den dritten Gesamtrang, gefolgt von Williams, den Racing Bulls, Aston Martin, Haas, Sauber und Schlusslicht Alpine.
Für Tsuyoshi geht damit die stärkste Saison seit dem Jahr 2021 zu Ende, in der er mit insgesamt drei Podestplatzierungen seinen persönlichen Rekord einstellen konnte. Abseits der nackten Zahlen zeigte sich der Japaner im Medienzelt überaus glücklich darüber, mit Carlos Sainz endlich einen Teamkollegen an seiner Seite zu haben, der fahrerisch absolut mithalten kann, auf Augenhöhe agiert und den Rennstall gemeinsam nach vorne peitscht.
Hinter den Kulissen des Fahrerlagers sorgten die Reaktionen nach dem Fallen der Zielflagge für maximalen Zündstoff unter den Journalisten. George Russell zeigte sich nach seiner Aufholjagd sichtlich erleichtert, verbuchte den dritten Platz in der Konstrukteursweltmeisterschaft komplett auf sein eigenes Konto und ritt in den Interviews genüsslich darauf herum, dass man eben genau dann zur Stelle sein muss, wenn der Teamkollege einmal keinen guten Tag erwischt. Teamchef Toto Wolff bremste den Briten vor den TV Kameras jedoch postwendend ein und betonte kühl, dass dieser Erfolg das Resultat einer geschlossenen Teamleistung sei, die über weite Strecken der Saison maßgeblich von den starken Leistungen des Rookies Andrea Kimi Antonelli getragen wurde.
Ein Bild der totalen Isolation bot sich unterdessen bei McLaren. Lando Norris erlebte ein absolut enttäuschendes Finale außerhalb der Punkteränge, trat nach dem Rennen überhaupt nicht vor die Presse und war bei den großen Titelfeierlichkeiten des Teams nirgends auffindbar, was die tiefen Gräben innerhalb der Boxengasse von Woking noch einmal unbarmherzig offenlegte.
Die Gazzetta dello Sport nutzte das Saisonfinale für eine tiefgründige und gewohnt kritische Analyse der roten Scuderia. Das italienische Kultblatt warf die brennende Frage auf, wie diese Weltmeisterschaft wohl verlaufen wäre, wenn Ferrari an jedem einzelnen Rennwochenende eine konstant gute Performance und Zuverlässigkeit auf die Strecke gebracht hätte. Die Journalisten schlossen den Bericht mit der bitteren Frage ab, ob die Teamführung in Maranello jemals wieder in der Lage sein wird, Charles Leclerc über ein volles Jahr hinweg ein Auto hinzustellen, mit dem er den Fahrertitel aus eigener Kraft gewinnen kann.
Die abgelaufene Saison 2025 geht als eines der intensivsten Jahre in die Geschichte der Königsklasse ein, was sich vor allem in den globalen Statistiken widerspiegelt. Die absolute Dominanz einzelner Teams ist endgültig Geschichte, da sich die Siege im Laufe des Jahres auf so viele verschiedene Fahrer und unterschiedliche Rennställe verteilten wie seit über einem Jahrzehnt nicht mehr. Die extreme Leistungsdichte im Mittelfeld sorgte zudem für ein brutales Abnutzungsrennen, in dem oft Nuancen beim Reifenmanagement oder der Strategie über Wohl und Wehe entschieden. Ein Beleg für diese beispiellose Ausgeglichenheit ist, dass im Laufe der Stationen kein einziger Stammfahrer ohne Punkte blieb, was die gnadenlose Jagd um jeden Zentimeter Asphalt perfekt untermauert.
Hinter meiner Reise durch die Formel 1 liegt die längste und monumentalste Epoche ihrer Geschichte, die nach 76 historischen Saisons und insgesamt 1143 absolvierten Rennen an einem ultimativen Meilenstein angekommen ist. Über die gigantische Distanz von knapp 500 Rennstunden, was einer reinen Fahrzeit von etwas mehr als 20 Tagen entspricht, jagten die Piloten auf 77 verschiedenen Rennstrecken rund um den Globus um Ruhm, Ehre und Hundertstelsekunden. Im Zentrum dieses ununterbrochenen Vorwärtsdrangs standen meine sieben fiktiven Hauptprotagonisten, die über die Jahrzehnte hinweg durch die Geschichte reisten. Zusammen feierten sie stolze 155 Siege, fuhren 374 Mal auf das Podest und landeten in beeindruckenden 64,7 Prozent aller gestarteten Rennen in den Punkterängen. Dass der Weg zum Ruhm auch über brutales Lehrgeld führte, beweisen die 165 schmerzhaften Ausfälle, die jedoch im hellen Glanz von 14 Weltmeistertiteln und 15 Vizemeisterschaften fast komplett verblassen.
In den ewigen Bestenlisten der Fahrer thront Michael Schumacher mit zehn Weltmeistertiteln einsam an der absoluten Spitze, gefolgt von Alain Prost und Sebastian Vettel mit jeweils fünf Championaten. Auf der Jagd nach den nackten Zahlen setzte Lewis Hamilton mit 4518 Punkten die absolute Bestmarke der Geschichte, während er sich den besten Punkteschnitt pro Rennen mit Max Verstappen teilen muss. Beim Blick auf die Grand Prix Erfolge stehen Michael Schumacher und Lewis Hamilton mit jeweils 72 Siegen gemeinsam auf dem Olymp, während die historische Serie von fünf Siegen in Folge nur Alain Prost und Max Verstappen gelang. In Sachen maximaler Dominanz an einem Wochenende führt Michael Schumacher die Wertung mit 26 Hattricks aus Pole Position, Schnellster Runde und Sieg vor Max Verstappen mit 21 an, während Lewis Hamilton mit 182 Podestplatzierungen der unangefochtene König der Siegerehrungen bleibt. Das Kunststück der absoluten Konstanz gelang unterdessen Max Verstappen, der als einziger Pilot der Geschichte bei 22 aufeinanderfolgenden Grands Prix auf dem Podium stand. Lewis Hamilton schaffte es zudem bei 314 Starts in die Punkte, wird in der Effizienz jedoch hauchdünn von Max Verstappen geschlagen, der in 81,51 Prozent seiner Rennen Zähler einfuhr. Auf der Jagd nach der schnellen Runde am Samstag bleibt Lewis Hamilton mit 77 Pole Positions ungeschlagen vor Michael Schumacher, während Riccardo Patrese mit 71 technisch oder unfallbedingten Ausfällen das historische Pechvogel-Zepter der Königsklasse trägt. Die größte Ausdauer im Cockpit bewies Fernando Alonso mit 409 Renneinsätzen vor Lewis Hamilton mit 386 Starts.
Die Welt der Konstrukteure wird seit dem Jahr 1950 von einem einzigen Mythos in Rot dominiert, denn Ferrari führt fast jede relevante historische Statistik an. Die Scuderia aus Maranello feierte 19 Konstrukteurstitel vor McLaren mit 12 Meisterschaften und knackte als einziges Team der Geschichte die astronomische Marke von über 10.000 Zählern, was im ewigen Konto zu exakt 11.495 Punkten führt. Mit 270 Siegen liegen die Italiener uneinholbar vor McLaren, genau wie bei den erzielten 821 Podiumsbegegnungen, bei denen McLaren mit 467 und Mercedes mit 327 Pokalen die ersten Verfolger bilden. Dass Licht und Schatten im Motorsport eng beisammen liegen, beweist die Tatsache, dass Ferrari mit 443 Ausfällen auch die meisten Defekte vor Lotus mit 350 Pleiten verkraften musste, was jedoch durch die Rekordmarke von 258 Pole Positions ausgeglichen wird. Als einzige Konstante des Sports war Ferrari bei absolut jeder Saison mit von der Partie und bestritt mit 1141 Starts exakt 99,83 Prozent aller jemals ausgetragenen Rennen. Dahinter sortieren sich in der traditionellen Zählweise McLaren, Williams und Sauber ein. Betrachtet man jedoch die historischen Nachfolgestrukturen und Namensänderungen der Teams hinter den Kulissen, führt Ferrari das Feld vor McLaren mit 1002 Starts, der geschichtsträchtigen Tyrrell-Linie, Williams sowie den langlebigen Strukturen von Toleman und Minardi an.
Ein ganz besonderes Augenmerk liegt auf dem ultimativen, internen All Time Rating, welches die fahrerische Leistung gewichtet anhand der absoluten Anzahl der gefahrenen Rennen misst. In dieser ultimativen Analyse bleibt Michael Schumacher unangefochten der größte Rennfahrer aller Zeiten, dicht gefolgt von Lewis Hamilton auf dem zweiten Platz. Direkt dahinter haben sich mit Thorsten Nowak, Theodor Neumann und Thaddeus Nassek drei absolute Titanen der virtuellen Ära in den Top 5 verewigt, die sich noch vor Legenden wie Sebastian Vettel, Fernando Alonso, Alain Prost und Kimi Räikkönen einreihen. Den zehnten Platz in diesem historischen Ranking belegt Thilo Neusch vor Max Verstappen. Thilo Neusch sicherte sich zudem im Jahr 1954 einen ganz besonderen Platz in den Geschichtsbüchern, als er die Saison als einziger Pilot mit der maximal möglichen Punktzahl beendete, was begünstigt durch das damalige Punktesystem und die Streichresultate ein ewiges Unikat bleibt. Den fahrerisch wertvollsten Rekord einer modernen Saison ohne Streichresultate hält derweil Max Verstappen, der im Jahr 2023 mit sagenhaften 86,9 Prozent aller mathematisch machbaren Punkte die dominanteste Meisterschaft aller Zeiten auf den Asphalt zauberte und damit das goldene Buch von 76 Saisons purer Rennsport-Faszination perfekt abrundet.
Gegen Jahresende wird es dann mit 2026 die 77. Saison geben, bevor wir ab 2027 parallel zur realen F1 fahren werden.






