2025 – Mexico City

Beim Großen Preis von Mexiko in Mexiko-Stadt sicherte sich Tsuyoshi im Qualifying den 14. Startplatz und behauptete diese Position beim Erlöschen der Startampel zunächst im dichten Mittelfeld. In der Anfangsphase musste der Williams-Pilot anerkennen, dass er dem Tempo seiner Vordermänner nicht ganz folgen konnte, während von hinten der heranstürmende Alonso bedrohlich näher rückte. Tsuyoshi behielt jedoch die Nerven, stabilisierte seine Rundenzeiten mit fortlaufender Renndauer und zog dem spanischen Routinier im Aston Martin schließlich kontinuierlich davon.

Gegen Rennhalbzeit profitierte der Japaner von einem intensiven teaminternen Scharmützel, als er auf die beiden Mercedes-Piloten auflief. Sowohl Russell als auch Antonelli hingen am Ende eines längeren DRS-Zuges fest, waren sich auf der Strecke jedoch völlig uneinig und blockierten sich gegenseitig. Da die beiden Silberpfeile dadurch massiv an Schwung verloren, holte Tsuyoshi mit großen Schritten auf, nutzte eine fehlende Beschleunigung der Kontrahenten eiskalt aus und zog auf der langen Start- und Zielgeraden in einem einzigen Aufwasch an beiden vorbei. Im Anschluss beendeten die Mercedes-Fahrer zwar ihren teaminternen Zwist, doch ihre Reifen waren durch das Duell zu stark beschädigt, sodass sie dem Williams nicht mehr folgen konnten.

Tsuyoshi blies stattdessen zur Schlussoffensive und holte den Rückstand auf Lawson auf, dessen Reifen in der Endphase ebenfalls stark abbauten. In der allerletzten Runde erarbeitete sich der Williams-Pilot die entscheidende Gelegenheit, zog fast mühelos an dem Racing Bulls vorbei und belohnte sich nach einer taktischen Meisterleistung mit dem zehnten Platz und einem Punkt.

Den Sieg in Mexiko feierte Max Verstappen vor Charles Leclerc, Carlos Sainz, Lando Norris, Pierre Gasly, Lewis Hamilton, Oscar Piastri, Oliver Bearman, Lance Stroll und Tsuyoshi.

In der Meisterschaft führt Oscar Piastri nun mit 53 Punkten Vorsprung vor Lando Norris, gefolgt von Max Verstappen, Charles Leclerc und Andrea Kimi Antonelli. Der junge Italiener im Mercedes hat damit bereits keine mathematischen Titelchancen mehr, während Tsuyoshi in der Fahrerwertung wieder auf den neunten Platz knapp hinter seinen Teamkollegen Carlos Sainz rutscht. Bei den Konstrukteuren zieht Red Bull an Mercedes vorbei auf den dritten Rang, während Williams seine Position auf dem fünften Platz der Teamwertung weiterhin recht sicher verteidigt.

Hinter den Kulissen des Fahrerlagers sorgten die Ereignisse für ein absolutes mediales Erdbeben. Bei Red Bull war die Stimmung trotz des Triumphs von Max Verstappen stark gedrückt, da die Teamführung nach dem enttäuschenden Abschneiden von Yuki Tsunoda außerhalb der Punkteränge kein Geheimnis mehr aus ihrer Unzufriedenheit über die klaffende Leistungslücke zwischen den beiden Fahrern machte. Bei Ferrari beherrschte die Gazzetta dello Sport das alte, ungemütliche Thema, da Lewis Hamilton im direkten teaminternen Vergleich erneut deutlich hinter Charles Leclerc ins Ziel kam und die Kritik an seiner Verpflichtung neue Nahrung erhielt.

Der absolute Höhepunkt des Wochenendes spielte sich jedoch bei Mercedes ab, wo die Hütte nach dem Rennen lichterloh brannte. Teamchef Toto Wolff zeigte sich vor den TV-Kameras stinksauer über das Verhalten seiner Schützlinge und polterte, dass die Fahrer durch den unnötigen internen Zweikampf leichtfertig sichere Punkte und Platzierungen weggeworfen hätten, obwohl das Material absolut konkurrenzfähig war.

George Russell goss im Anschluss direkt neues Öl ins Feuer und fertigte die Kritik spöttisch ab, indem er betonte, dass er schlichtweg der schnellere Mann auf der Strecke gewesen sei, deshalb vorbeiwollte und den Zweikampf eigentlich recht unterhaltsam fand. Andrea Antonelli reagierte in den Medien spürbar frustriert, hinterfragte das Verhalten seines Stallrivalen öffentlich und äußerte erhebliche Zweifel, ob man auf diese egoistische Weise wirklich unter Teamkollegen agieren sollte.

Tsuyoshi Nakamoto