1994 – Interlagos

Die neue Saison sollte mit vielen Änderungen starten. Zwar war Nachtanken nun wieder erlaubt, jedoch gab es auch erstmals ein Tempolimit in der Pitlane. Zugleich wurde die Aerodynamik beschränkt, ABS, Traktionskontrolle und Schalthilfen verboten und ebenso die aktive Aufhängung verbannt.

Da Thomas ab diesem Jahr für Jordan fährt, wurde die Aufgabe ungleich härter. In der Quali schaffte er es damit nur auf P9, während sich Schumacher die Pole schnappte. Am Start kam Thomas immerhin sehr gut vom Fleck und konnte direkt auf P6 vor gehen, wo er sogar Hill angreifen konnte. Dieser wehrte sich jedoch und trat die Flucht nach vorne an, so dass schließlich Verstappen auf P5 vor Thomas war. Von hinten kam zugleich Alesi näher und sollte sich noch vor den Pitstops an Thomas vorbei schieben.

Alesi war auch schneller als Verstappen, doch hatte beim Überholen starke Probleme. Thomas konnte dadurch nicht sein Tempo gehen und entschloss sich somit kurz vor der Hälfte des Rennens schon zum Pitstop. Der Undercut brachte ihm jedoch nichts: Er kam direkt hinter Verstappen wieder auf die Strecke, während Alesi nun davor war. Beim Versuch Verstappen anzugreifen berührten sich die beiden jedoch, Thomas drehte sich und rutschte bis auf P12 zurück. Von hier aus sollte es durch den Ausfall von Hill und ein Überholmanöver gegen de Cesaris noch auf P10 gehen, das war es aber auch. „Überholen ist mit den neuen Fahrzeugen wirklich schwer“, so Thomas. „Man muss schon viel schneller sein, damit das funktioniert. Der Wagen scheint jedoch gut für Punkte zu sein. Wir müssen nur unsere Chance abwarten.“

Sieger wurde Schumacher vor Berger, Häkkinen, Alesi, Coulthard und Verstappen.

Thomas Niemayr