McLaren und Ford gaben vor dem Rennen bekannt, dass man ab 1993 zusammenarbeiten wird. Ford wird mit dem Cosworth Motor das Team unterstützen, McLaren hofft auf eine starke Saison.
Die Pole ging beim Finale an Senna, während Mansell von P2 startete und Thomas von P4. Senna hatte jedoch einen schlechten Start und so konnte Mansell in Führung gehen, während sich Thomas auf den zweiten Rang schob. Während Mansell erneut einfach auf und davon fuhr, machte nun Senna hinter Thomas ordentlich Druck. Bereits in der zweiten Runde griff der Brasilianer an, Thomas wehrte sich nicht und nahm lieber P3 in Kauf. Immerhin reicht ein vierter Platz, egal was Mansell macht. Da zugleich Alesi dahinter nicht das Tempo von Thomas gehen konnte, Thomas aber mit Senna problemlos mithalten konnte, entschied er sich lieber Reifen und Bremsen zu schonen. Nach etwa einem Drittel hatte Thomas damit schon 8 Sekunden Vorsprung auf Alesi, als plötzlich der Honda von Senna in Rauch auf ging. Thomas konnte überhaupt nix mehr sehen, kam aber unbeschadet vorbei.
Damit war Thomas nun zweiter und in einer sehr komfortablen Situation. Er entschied sich schließlich recht früh an die Pit zu gehen, da er zu diesem Zeitpunkt den zweiten Platz hätte halten können und nicht im Verkehr gewesen wäre. Doch ausgerechnet diesmal klemmte beim Pitstop das rechte Hinterrad. Statt 6 Sekunden stand Thomas ganze 28 Sekunden und kam auf P5 mit 20 Sekunden Abstand zu Berger wieder auf die Strecke. Dieser war zwar noch nicht pitten, doch der Abstand war größer als ein Pitstop. Thomas gab damit alles, was er konnte und holte vor Bergers Pitstop etwas auf. Als dieser frische Reifen hatte, konnte er aber wieder schneller gehen und Thomas verlor sogar Boden. Was auch immer Thomas versuchte, er kam aus eigener Kraft nicht mehr auf P4 vor. Da auch keiner vor ihm das Rennen vorzeitig beendete, musste er schließlich als bedröppelter fünfter die Zielflagge sehen.
Mansell holte sich hingegen vor Alesi, Schumacher und Berger den Sieg, während Häkkinen den letzten Platz in den Punkten abstaubte. Mansell schaffte damit das, womit nur noch wenige gerechnet haben: Er schaffte es die Saison punktegleich mit 94 Zählern mit Thomas abzuschließen, da er aber 9 Siege hat und Thomas nur 5, wird Mansell als Weltmeister gewertet. Nach 1986 holte er sich somit seine zweite Meisterschaft, Thomas wurde enttäuschender zweiter. Dahinter platzierten sich Schumacher, Berger, Alesi, Senna, Comas, Davies, Häkkinen und de Cesaris. Insgesamt waren 21 von 32 Fahrern mindestens einmal in den Punkten.
Bei den Konstrukteuren holte sich Williams mit 118 Punkten Vorsprung den Titel vor Benetton, McLaren, Ferrari, Ligier, Lotus, Minardi, Dallara, Tyrrell und Footwork.
Zum Karrierende von Mansell: In 186 Rennen holte er 391 Punkte, 24 Siege, davon 4 Siege in Folge (Bestmarke mit Fangio und Neusch), 8 Hattricks, 52 Podiums, 72 Mal in den Punkten ein Rennen beendet, 21 Poles, 27 schnellste Runden und 48 Ausfälle.








