Jerez 1988

In der Quali lief es diesmal wieder besser, Joey kam auf P7, Thomas auf P8. Am Start kam Joey jedoch nicht gut weg und so war Thomas in der ersten Kurve siebter, bevor er in der zweiten Kurve sich sogar den sechsten Platz von Berger schnappte. Joey konnte ihm wenig später folgen.

Anders als in Montreal konnten die beiden nun gemeinsam ihr Tempo fahren, ohne sich gegenseitig in Fehler zu zwingen. Da zugleich Mansell ausfiel, waren beide schon früh auf den Punkterängen.

Thomas war dabei durchgehend vor Joey und konnte sich so als erster von beiden den Pitstop sichern. Joey folgte eine Runde nach ihm, die Reihenfolge blieb unverändert. Thomas schaffte es jedoch durch den Pitstop eine Runde früher einen kleinen Abstand heraus zu fahren.

Joey konnte die Lücke zwar leicht schließen, sein Judd gab jedoch den Geist auf. „Joey ist ein wirklich tolles Rennen gefahren“, so Thomas. „Es wäre gelogen zu sagen, ich hätte schneller oder ihm davon fahren können. Es ist wirklich schade, dass wir wieder nicht mit beiden Autos gepunktet haben. Er und das ganze Team hätte das verdient. Aber eines ist ganz sicher: Joey hat gezeigt was er kann und wie stark seine Lernkurve ist. Wenn er so weiter macht, wird er irgendwann zu den besten im Feld gehören.“

Boutsen schnappte sich dagegen gleich den zweiten Sieg für Benetton, Senna wurde zweiter vor Herbert. Prost kam auf P4 ins Ziel, Berger wurde hinter Thomas sechster. In der Meisterschaft konnte Senna seinen Vorsprung damit auf 14 Punkte ausbauen, während nur die besten 11 Ergebnisse zählen. Prost braucht nun in den letzten zwei Rennen mindestens einen Sieg und einen zweiten Platz. Dagegen reicht es Senna ein Rennen zu gewinnen.

Thomas Niemayr