Das letzte Qualifying der Saison sollte mit einer Überraschung starten: Obwohl der Alfa immer noch sehr schwer in langsamen Bereichen war und Adelaide viele langsame Kurven hat, konnte Thomas sich auf P11 qualifizieren. Die Überraschung ging weiter, als am Start einige nicht sehr gut weg kamen und Thomas so sogar bis auf P5 vor kommen konnte.
Im Gegensatz zu den bisherigen Rennen schaffte er es sogar sich aus eigener Kraft hier zu halten, so dass Alboreto und de Angelis hinter ihm nicht angreifen konnten. Doch dieser Speed hatte einen Nachteil: Der Alfa Romeo fraß die Reifen regelrecht auf und Thomas musste noch vor Rennhälfte an die Box. Damit war er erstmal wieder am Ende des Feldes zu finden.
Da alle anderen erst viel später frische Reifen brauchten, musste sich Thomas auf der Strecke wieder vor arbeiten. Das kostete nicht nur Reifen, sondern insbesondere Zeit. Als das restliche Feld frische Reifen hatte und die Reihenfolge sortiert war, fand sich Thomas auf dem achten Rang hitner Fabi wieder. An diesem kam er zwar vorbei, hing nun aber mehrere Runden hinter Berger fest und fand keinen Weg vorbei. Die beiden kämpften hart um den letzten Punkteplatz.
Von beiden unbemerkt war dagegen das Drama an der Spitze des Feldes. McLaren schaffte es endlich das Rennen zu dominieren, Lauda und Prost waren weit vor dem Rest. Doch Prost hatte starke Bremsprobleme, bis schließlich ein Bremsversagen sein Rennen komplett beendete. Thomas und Berger waren somit bereits beide in den Punkte, aber sie wussten es nicht.
Beide haben daher weiter gekämpft, bis Thomas in der vorletzten Runde in der Brewery Corner mehr Schwung holen konnte, auf der Brabham Straight daneben war und sich schließlich in der Dequetteville Hairpin vorbei schieben konnte. Er kontrollierte danach Berger und war sichtlich überrascht, als er im Ziel doch als fünfter ankam.
Das Team ist ebenso happy, wie Thomas selbst über diesen Platz, doch hätte man den Pitstop später gemacht, wäre sogar ein Podium möglich gewesen. So hat Lauda vor de Angelis und Laffite gewonnen, Tambay wurde vierter. Senna, Prost, Patrese, Alboreto, Surer, Johansson und Rosberg gehören zu den vielen Ausfällen, die dieses harte Rennen auf dem neuen Straßenkurs produziert hat.
De Angelis ist am Ende mit 14 Punkten Vorsprung Weltmeister vor Piquet und Alboreto. Lauda holte sich in seinem letzten F1 Rennen den Sieg und insgesamt P4, gefolgt von Senna und Prost. Thomas schaffte es zudem mit P5 noch auf Surer und Mansell aufzuholen, ist aber durch seine Ergebnisse nur auf P8 der Gesamtwertung. Nichts desto trotz ist es sein bestes Ergebnis in einer Meisterschaft.
Lotus holte sich 27 Punkte vor Brabham den Konstrukteurstitel, gefolgt von Ferrari und McLaren. Alfa Romeo wurde erneut sechster. Insbesondere McLaren ist über die Saison enttäuscht, da man sich eigentlich deutlich stärker gesehen hat. Am Ende waren es aber die vielen Probleme und Ausfälle von Prost und Lauda, die zu den wenigen Punkten geführt haben. Gleichzeitig war eigentlich Alboreto der stärkste Fahrer der Saison, de Angelis war aber deutlich konstanter und hat sich so den Titel geholt.
Statistisch gesehen ist aktuell jedoch Lotus das stärkste Team vor Ferrari, McLaren, Brabham und Williams. Im Mittelfeld folgen Renault, Ligier, Alfa Romeo, Arrows und Zakspeed. Am Ende des Feldes lagen Tyrrell, Spirit, Toleman und RAM.
Nach dem sehr erfolgreichen Rennen von Thomas und seiner Leistung, die deutlich besser war, als es das Auto hätte zulassen sollen, gab es nun die offizielle Bestätigung von Zakspeed. Das Team hat weitere Sponsorengelder aufgetrieben und kann 1986 ein zweites Fahrzeug an den Start bringen. Thomas wird daher, ebenso wie Palmer, im kommenden Jahr für das deutsche Team antreten.










