2025 – Zandvoort

Nach der Sommerpause startete die Formel 1 in Zandvoort, wo Tsuyoshi das Rennen vom 15. Startplatz aus in Angriff nahm. Mit den turbulenten ersten Kurven machte der Williams Pilot direkt Boden gut, schob sich auf die zwölfte Position nach vorne und schnappte sich in den darauffolgenden Umläufen auch noch Bortoleto sowie Gasly. In dieser Phase des Rennens fand sich der Japaner eingeklemmt zwischen Antonelli vor ihm und Gasly im Rückspiegel wieder, wodurch er in einem unnachgiebigen Mittelfeld feststeckte.

Antonelli versuchte derweil verzweifelt, einen Weg vorbei an Hülkenberg zu finden, stieß jedoch auf eine kompromisslose Defensivmauer des Haas Piloten. Tsuyoshi belauerte die Situation genau und lancierte seinerseits mehrere Angriffe gegen den Mercedes, blieb bei seinen Überholversuchen jedoch mehrfach glücklos. Die Erlösung brachte schließlich ein Fahrfehler von Hülkenberg, der sich plötzlich von der Strecke drehte. Antonelli musste blitzschnell ausweichen und verlor entscheidend an Schwung, was Tsuyoshi geistesgegenwärtig ausnutzte. Er steuerte seinen Williams präzise an den Trudelnden vorbei und ließ in einem einzigen Manöver beide Kontrahenten hinter sich.

Durch diese Aktion fand sich Tsuyoshi direkt hinter seinem Teamkollegen Sainz wieder und schloss die Lücke mit einer Serie schneller Rundenzeiten im Nu. Gegen Rennhalbzeit setzte der Japaner ein sauberes Manöver gegen den Spanier, ging vorbei, konnte sich in der Folge jedoch nicht entscheidend absetzen. Tsuyoshi agierte im Anschluss taktisch klug, hielt Sainz im wichtigen Heckflügelfenster und nutzte den gemeinsamen Windschatten, um den heranstürmenden Antonelli auf Distanz zu halten. Dieses geschickte Teamwork zahlte sich aus, sodass beide Williams Piloten das Ziel auf den Positionen sieben und acht erreichten.

Den Sieg in den Niederlanden feierte erneut Charles Leclerc vor Fernando Alonso, Lewis Hamilton, Isack Hadjar, Max Verstappen, Yuki Tsunoda, Tsuyoshi, Carlos Sainz, Andrea Kimi Antonelli und Gabriel Bortoleto.

In der Gesamtwertung führt Oscar Piastri weiterhin mit 60 Punkten Vorsprung, allerdings liegen Max Verstappen und Lando Norris nun punktgleich auf dem zweiten Rang, gefolgt von Charles Leclerc, Lewis Hamilton und Andrea Kimi Antonelli. Tsuyoshi behauptet den elften Platz in der Fahrerweltmeisterschaft, während Williams den fünften Rang bei den Konstrukteuren erfolgreich verteidigt.

Hinter den Kulissen eskalierte an diesem Wochenende der packende Titelkampf bei McLaren komplett. Beide Piloten des britischen Rennstalls kollidierten im direkten Duell auf der Strecke, beschädigten ihre Fahrzeuge und fielen dadurch komplett aus den Punkterängen. Nach diesem teaminternen Super-GAU ist die Stimmung in Woking spürbar auf dem absoluten Gefrierpunkt angekommen.

Die Gazzetta dello Sport feierte unterdessen den fulminanten Doppelerfolg von Charles Leclerc frenetisch ab und sprach von einer roten Auferstehung. Im selben Atemzug goss das italienische Kultblatt jedoch wieder ordentlich Öl ins Feuer und hinterfragte mit bissiger Kritik, warum der astronomisch teure Champion Lewis Hamilton auf der baugleichen Maschine nicht im Ansatz zu solchen Glanztaten fähig ist.

Bei Mercedes setzte sich das Drama um George Russell nahtlos fort. Der Brite erlebte auf dem 15. Platz das nächste sportliche Debakel und zeigte sich in den Interviews zutiefst deprimiert, während Youngster Andrea Kimi Antonelli auf der anderen Seite der Garage einmal mehr souverän in die Punkteränge fuhr. Bei Red Bull blickte man hingegen in sichtlich erleichterte Gesichter, da sich der Aufwärtstrend von Yuki Tsunoda mit einem starken Ergebnis bestätigte und die Teamführung die Hoffnung äußerte, dass der Japaner diesen Lauf nun dauerhaft fortsetzen kann.

Tsuyoshi Nakamoto