2023 – Zandvoort

Im Qualifying setzte sich die Negativserie fort, sodass Tsuyoshi das Rennen auf dem engen Dünenkurs von Zandvoort vom enttäuschenden 19. Startplatz aus in Angriff nehmen musste. Beim Erlöschen der Startampel machte er immerhin eine Position gut und schob sich über die ersten Richtungswechsel auf den 18. Rang vor. Der Vorwärtsdrang wurde jedoch umgehend gebremst, als von hinten Stroll im deutlich schnelleren Aston Martin heranstürmte. Tsuyoshi versuchte auf der Start-und-Ziel-Geraden mit allen Mitteln dagegenzuhalten, hatte ohne den nötigen Topspeed aber keine Chance und musste den Kanadier beim harten Anbremsen der Tarzanbocht passieren lassen. Tsuyoshi heftete sich an das Heck seines Vordermanns, kam mit der Balance des Williams an diesem Wochenende jedoch überhaupt nicht zurecht und geriet stattdessen im Tabellenkeller massiv unter Druck von Magnussen.

Nach dem ersten Renndrittel fand der Arbeitstag für Williams schließlich ein abruptes und schmerzhaftes Ende. Beim herausbeschleunigen nach der Hugenholzbocht verlor Tsuyoshi plötzlich das Heck, drehte sich unkontrolliert von der Strecke und schlug vehement in den Leitplanken ein, während der direkt hinter ihm fahrende Magnussen den gestrandeten Boliden nur um Haaresbreite verfehlte. Tsuyoshi blieb bei dem Aufprall unverletzt, doch für den Williams war das Rennen vorzeitig vorbei. Immerhin sorgte sein Teamkollege Albon mit einem starken siebten Platz für Schadensbegrenzung im Lager des Traditionsrennstalls.

Russell feierte einen sensationellen Sieg vor Verstappen, Piastri, Hamilton, Hülkenberg, Perez, Albon, Alonso, Leclerc und Zhou.

In der Weltmeisterschaft baut Verstappen sein Polster trotz des verpassten Sieges weiter aus und liegt nun 143 Punkte vor Perez, während dahinter Leclerc, Hamilton und Russell die Verfolgerplätze belegen. Tsuyoshi behauptet trotz des Nullers weiterhin den elften Gesamtrang, während Williams den siebten Platz bei den Konstrukteuren erfolgreich verteidigt.

Tsuyoshi Nakamoto