2022 – Hungaroring

Im Qualifying sicherte sich Tsuyoshi den zwölften Startplatz, erwischte beim Erlöschen der Ampel jedoch einen perfekten Sprint und schoss in der berüchtigten ersten Kurve des Hungarorings bis auf den neunten Rang nach vorne. Bei diesem harten Manöver überholte er auch Hamilton, der im Getümmel leicht von der Strecke gedrängt wurde. Der Mercedes-Pilot steckte jedoch nicht auf, saugte sich sofort wieder an das Heck des Williams und holte sich die Position bereits wenige Umläufe später im Windschatten zurück. Tsuyoshi fand im Anschluss nicht das nötige Tempo, um dem Ex-Weltmeister dauerhaft zu folgen, und stabilisierte seinen Rhythmus schließlich in einem konstanten Abstand von zwei bis drei Sekunden dahinter. Im Heck von Tsuyoshi lauerte fortan Ocon, der auf dem engen Kurs jedoch keine Lücke für einen ernsthaften Angriff fand.

Zur Rennhälfte knackte Ricciardo den Alpine von Ocon und blies sofort zur Jagd auf den Williams. Der Australier machte enormen Druck und setzte Tsuyoshi rundenlang zu, biss sich aufgrund der extrem schwierigen Überholmöglichkeiten in Ungarn jedoch zunächst die Zähne aus. Erst wenige Runden vor dem Ende positionierte Ricciardo seinen Wagen beim Anbremsen geschickt neben Tsuyoshi, doch der Williams-Pilot hielt auf der Innenbahn kompromisslos dagegen und setzte sich im harten Rad-an-Rad-Duell erfolgreich durch. Einen weiteren Angriff konnte Ricciardo in der verbleibenden Zeit nicht mehr lancieren, sodass Tsuyoshi nach diesem harten Verteidigungskampf den zehnten Platz und damit einen wichtigen WM-Punkt sicher über die Ziellinie rettete.

Vettel feierte einen spektakulären Sieg vor Verstappen, Leclerc, Russell, Sainz, Bottas, Norris, Gasly, Hamilton und Tsuyoshi.

In der Meisterschaft baut Verstappen sein Polster weiter aus und liegt nun 125 Punkte vor dem neuen Gesamtzweiten Sainz, während dahinter Russell, Leclerc und Perez die Plätze belegen. Tsuyoshi rutscht im Gesamtklassement auf den elften Rang direkt hinter Gasly ab, während Williams den achten Platz in der Konstrukteurswertung erfolgreich verteidigt.

Tsuyoshi Nakamoto