2012 – Sepang

Nach einer schwierigen Qualifikation auf Platz 14 öffneten sich unmittelbar vor dem Start die Himmelsschleusen über dem Kurs. Die Anfangsphase glich einer gefährlichen Rutschpartie auf spiegelglatter Fahrbahn. Thorsten verlor beim Erlöschen der Ampeln zunächst einen Platz, bewies aber im Gegensatz zu vielen Konkurrenten enorme Fahrzeugkontrolle und hielt seinen Renault auf dem schwarzen Asphaltband. Als der Regen nachließ und die Strecke allmählich abtrocknete, begann das strategische Poker. Thorsten bewies Geduld und zögerte den Wechsel auf Slicks etwas länger hinaus als die Konkurrenz. Diese Taktik zahlte sich voll aus: Als er schließlich auf die Trockenreifen wechselte, spülte es ihn bereits auf Rang neun nach vorne. Mit perfekt temperierten Reifen brannte er in der Folge schnelle Runden in den Asphalt und kämpfte sich bis auf den sechsten Platz vor.

Dort angekommen, klebte er im Getriebe von Hülkenberg, während die Strecke inzwischen fast vollständig abgetrocknet war. Thorsten versuchte alles, probierte verschiedene Linien und suchte jede noch so kleine Lücke, doch der Force India vor ihm schien unbezwingbar. Dann kam die verhängnisvolle drittletzte Runde: Hülkenberg verlor auf einem feuchten Fleck plötzlich die Haftung, geriet unkontrolliert ins Rutschen und riss den völlig unbeteiligten Thorsten mit ins Verderben. Für beide endete der Arbeitstag vorzeitig und bitter im Kiesbett.

Den Sieg in diesem Chaosrennen sicherte sich Button vor Hamilton und Alonso während Senna sowie Maldonado mit starken Leistungen die Top 5 komplettierten. Die restlichen Punkte gingen an Räikkönen und Webber sowie di Resta und Kobayashi während Vergne den letzten Zähler ergatterte.

In der Meisterschaft schiebt sich Hamilton mit einem Punkt Vorsprung an Button vorbei gefolgt von Maldonado und Vettel sowie Alonso. Thorsten findet sich nach dem unverschuldeten Nuller vorerst nur auf dem zwölften Rang der Gesamtwertung wieder.

Thorsten Nowak