Die Formel 1 startete 2011 in eine Ära des Umbruchs: Das Comeback von KERS und die Einführung des verstellbaren Heckflügels (DRS) sollten das Überholen revolutionieren, während die neuen Pirelli-Reifen für unvorhersehbare Strategien und mehr Boxenstopp-Drama sorgten. Thorsten trat erneut für Renault an und traf dort auf einen alten Weggefährten aus Sauber-Zeiten, den Routinier Nick Heidfeld.
Das Rennwochenende im Albert Park begann für Thorsten solide auf Startplatz 8. Schon beim Erlöschen der Ampeln bewies er hellwache Reflexe und presste sich sofort auf P7 vor. Vor ihm entwickelte sich ein Geduldsspiel: Jenson Button biss sich rundenlang die Zähne an einem defensivstarken Rubens Barrichello aus. Thorsten erkannte die Chance, hielt den Druck hoch und nutzte schließlich eine kleine Lücke, um an beiden vorbeizuziehen und sich auf P6 zu setzen.
Während er Barrichello deutlich cleverer überrumpelte als Button, nahm er die Verfolgung des überraschend starken Paul di Resta auf. Doch Button ließ nicht locker, kämpfte sich zurück und schaffte es im letzten Rennviertel tatsächlich, die Position von Thorsten zurückzuerobern. In einer spannenden Schlussphase hingen beide zwar noch im Getriebe von di Resta, doch die Reihenfolge war einzementiert.
Lewis Hamilton sicherte sich den Sieg vor Webber, Alonso, di Resta, Button, Thorsten, Sutil, Barrichello, Massa und Kobayashi.





