Acropolis Rally

Das Griechenland eine lange Geschichte hat, ist ebenso bekannt, wie die starken Probleme mit der Flüchtlingskrise der letzten Jahre und der Staatsschuldenkrise der 2010er Jahre. Doch was passierte eigentlich nach der Staatsschuldenkrise? Tatsächlich brauchte es einige Reformen und Änderungen im Land, um sich nach und nach wieder zu verbessern. Die Arbeitslosenquote wurde ständig gesenkt und zudem die Verschuldung immer weiter verringert.

Bereits 2019 hatte man den Durchschnitt der EU wieder eingeholt und sich seit dem weiter gesteigert. 2022 wurden schließlich die IWF Kredite zurück gezahlt und man konnte dabei den eigentlichen Plan sogar um 2 Jahre unterbieten. Die wirtschaftliche Situation des Landes hat sich damit erholt ist bei der wirtschaftlichen Bedeutung innerhalb der EU im Mittelfeld bei Ländern wie Finnland angekommen.

Doch auch wenn das alles sehr positiv klingt und als hätte die europäische Hilfe innerhalb kürzester Zeit alle Probleme beseitig, so stimmt das leider nicht ganz. Die Arbeitslosenquote stagniert seit ein paar Jahren, die Rückzahlung der EU Gelder ist ungeklärt und auch die Wirtschaft hängt der Zeit vor der Krise noch hinterher. Dazu kommen starke soziale Spannungen, da insbesondere die Altersvorsorge unter den Sparmaßnahmen des Landes stark gelitten hat. Griechenland liegt zudem auf einer stark genutzten Flüchtlingsroute und so kam noch eine weitere Herausforderung hinzu, mit der zuvor keiner gerechnet hatte.

Auch wenn seit 2010 in Summe sich sehr viel positiv entwickelt hat, so kann man bei weitem nicht von einer schnellen Erholung des Landes reden. Es braucht tatsächlich Lösungen in Vorderasien, damit sich das Land wieder auf sich selbst konzentrieren kann und auf absehbare Zeit wieder an die Stärke vor 2010 anknüpfen kann. Da man mit viel Sonnen- und Windenergie jedoch einen derzeit gefragten Rohstoff in Masse hat, sind zumindest die Chancen gegeben. Leider ist dieser Sektor bisher noch nicht sehr gut ausgebaut.

Und damit zum Motorsport:

In der ersten Wertungsprüfung lief es für Theodor noch nicht ganz rund. Obwohl er fahrerisch eine solide Leistung zeigte, schlichen sich immer wieder kleine Fehler ein. Vor allem fehlte es im Vergleich zur Spitze noch an der nötigen Geschwindigkeit. Theodor beendete den ersten Tag auf dem zweiten Rang. Der Rückstand auf den gewohnt starken Ogier belief sich bereits auf 8,5 Sekunden.

Am zweiten Tag fühlte sich Theodor im Auto deutlich wohler. Zu Beginn des zweiten Tages sah es sogar nach einer Bestzeit aus, doch im letzten Abschnitt verlor er wieder an Boden. Er war in diesmal 8,3 Sekunden langsamer als Ogier. Damit wuchs der Gesamtabstand auf 16,8 Sekunden an. Am Nachmittag versuchte Theodor mit viel Risiko zu kontern. Die aggressive Fahrweise führte jedoch zu weiteren Fehlern und nur zum siebten Platz in der Etappenwertung. Er rettete zwar den zweiten Gesamtrang in den Servicepark, doch der Vorsprung auf den heranstürmenden Neuville war auf magere 3 Sekunden zusammengeschmolzen.

Der Finaltag begann mit einer extremen Herausforderung. Theodor setzte erneut auf volles Risiko, was zunächst wieder zu Patzern führte. Während der Fahrt gelang es ihm jedoch, sich innerlich zu sammeln und die Konzentration wieder voll auf die Strecke zu richten. Trotz des hohen Tempos fand er seine Ruhe zurück. Er verlor am Ende nur 3 Sekunden auf Ogier und stabilisierte seine Position. Mit einem Polster von 6 Sekunden auf Neuville ging er als Gesamtzweiter in die letzte Etappe.

In der abschließenden Power Stage entschied sich Theodor für eine defensivere Strategie. Anstatt alles zu riskieren, legte er Wert auf eine konstante und fehlerfreie Fahrt. Er beendete die Etappe auf dem dritten Platz mit 10 Sekunden Rückstand auf den Etappensieger. Diese kontrollierte Fahrweise reichte aus, um den zweiten Gesamtrang sicher ins Ziel zu bringen. Am Ende lag er 39 Sekunden hinter Ogier und verteidigte einen Vorsprung von 5 Sekunden auf Neuville. Die weiteren Plätze belegten Pajari, Solberg, Greensmith, Rossel und Katsuta.
In der Weltmeisterschaft bleibt Theodor weiterhin der Gejagte. Sein Vorsprung auf Ogier ist zwar leicht geschrumpft, beträgt aber immer noch komfortable 38 Punkte. Auf den weiteren Verfolgerplätzen sortieren sich Evans, Fourmaux und Neuville ein.

Theodor Nygard