Sowohl das Training, als auch Q1 liefen diesmal prächtig. Tsuyoshi hatte den Speed, um in die Top 10 zu fahren. In Q2 erwischte er aber keine perfekte Runde mehr, so dass er nur von Rang 13 ins Rennen gehen konnte.
Durch das Chaos der ersten Kurven gelang ihm aber das Kunststück, zumindest bis auf P6 vor zu fahren. Von hinten kamen jedoch noch Hamilton und Vettel, sowie ein sehr starker Ricciardo. Während Hamilton schnell vorbei war und Ricciardo auf einer anderen Strategie, versuchte Tsuyoshi durch Vettel möglichst wenig Zeit zu verlieren. Doch kurz vor der langen Gegengeraden machte Vettel direkt vor ihm einen Brake Check und Tsuyoshi konnte nicht komplett ausweichen. Die Folge war ein fehlendes Seitenblech des Frontflügels und gerade in den langgezogenen Kurven viel Zeitverlust.
Er wurde damit innerhalb weniger Runden ans Ende der Top10 gereicht, bevor er seinen zweiten Pitstop, erneut Mediums, nach vorne ziehen musste. Dadurch konnte er zwar bei Ocon und Gasly mithalten, kam aber nicht mehr näher an die beiden ran und lag zudem auf P15.
Das Team holte ihn nun 17 Runden vor Schluss noch einmal rein und wechselte schließlich den Frontflügel aus. Zugleich war Tsuyoshi nun aber mit den weichen Reifen unterwegs und konnte Zeiten ähnlich der Spitze fahren. Damit schnappte er sich erst Ocon und dann auch Gasly, bevor er durch einen Ausfall von Leclerc einen weiteren Platz gewinnen konnte. Schließlich war noch Räikkönen in Reichweite, den er mit stark abgenutzten Softs noch schaffte zu überholen. Auf den letzten Runden gaben die Reifen aber immer weiter nach, so dass ein Angriff auf die Top10 aussichtslos war.
Tsuyoshi versuchte nun nur noch die Reifen über die Runden zu bekommen und gleichzeitig den elften Platz vor Räikkönen zu halten. Der Finne kam zwar in der letzten Runde sehr nah, doch fand keinen Weg vorbei. Tsuyoshi und das Team sind glücklich immerhin noch P11 gerettet zu haben und das Tsuyoshi das Rennen kurz vor einem Reifenschaden noch beenden konnte.
Auch wenn die eigentliche 2-Stopp-Strategie wohl P8/9 gebracht hätte, so ist man froh, dass die Alternative (mit Flügelwechsel) am Ende auch noch gut geklappt hat. Immerhin hat es gezeigt, dass Tsuyoshi auch mit völlig abgenutzten Reifen noch schnell sein kann und man dadurch mehr strategische Möglichkeiten hat.




