Das Wochenende in Monza sollte mit einem Paukenschlag beginnen. Zum einen gab Niki Lauda sein Karriereende bekannt, zum anderen verkündete Renault, dass es ihre letzte Saison als Werksteam ist. Für Thomas kam es aber ebenso unerwartet: Auch Alfa Romeo wird mit dem Ende der Saison 1985 das Engagement in der F1 beenden, Thomas steht daher ohne Vertrag für 1986 da. Die meisten Teams haben bereits ihre Fahrer für die kommende Saison unter Vertrag genommen, bei den Topteams ist einzig der Platz von Lauda frei. Da zugleich Rosberg aber noch kein Cockpit hat und bisher sein Karriereende nicht verkündet hat, steht er als Nummer 1 Kandidat für den Platz beim britischen Team. Es ist unklar, wohin Thomas trotz der guten Ergebnisse in den letzten Jahren landen wird.
Was die Fahrzeuge betrifft, so gibt es die letzten Upgrades der Saison. Lotus und Brabham haben ihre Fahrzeuge vollumfänglich verbessert, Ferrari hat sich um die Leistung und Fahrbarkeit gekümmert. Spirit bringt ebenso ein Paket für alle Bereiche des Fahrzeug und das einzige Upgrade innerhalb der gesamten Saison, während sich Zakspeed um die Performance gekümmert hat.
Im Qualifying schaffte Thomas diesmal P14, danach folgte ein Rennen, das so stürmisch war, wie der Auftakt des Wochenende. De Angelis verpatzte den Start, mehrere hingen fest und Thomas konnte bis auf P9 vor rutschen. Durch einen Dreher von Mansell in der ersten Runde schaffte er es sogar auf P6
Doch nur eine Runde später war er in der Parabolica zu weit am äußeren Rand, kam auf die dreckige Linie und drehte sich unfreiwillig. Er konnte das Rennen auf P21 wieder aufnehmen, während die Reifen hinüber waren. Thomas legte somit einen Pitstop ein und konnte fortan schnellster auf der Strecke sein.
Etwas unerwartet mussten auch alle anderen nach dem zweiten Renndrittel an die Pits und holten sich frische Reifen, wodurch Thomas immerhin bis auf P11 wieder vor kam. Ab nun war er aber nicht mehr schnellster und es ging nicht mehr weiter vorwärts. Immerhin holte ihn aber auch niemand mehr ein.
Der 11. Platz ist dennoch ernüchternd, da wohl Punkte nach dem Chaos der ersten Runde machbar waren. So ging Alfa Romeo beim letzten Heimrennen leer aus. Patrese sah mit einem Motorschaden nicht einmal das Ziel.
Piquet holte sich unterdessen des Sieg vor Teamkollege Surer, während de Angelis dritter wurde. Berger und die beiden Renaults von Warwick und Tambay waren auf den weiteren Punkteplätzen. Lauda, Prost und Rosberg kamen nicht ins Ziel.









