1959 – AVUS

Der Große Preis von Deutschland sollte diesmal auf der AVUS in Berlin stattfinden und eine weitere Topspeed-Herausforderung werden. Da der Kurs im Prinzip nur aus 2 x 4 km Gerade besteht, konnte sich Thaddeus mit dem schwachen Porsche nur auf P17 qualifizieren. Dafür war der Start umso besser und er kam bis auf Rang 10 vor. Doch bereits auf der zweiten Geraden ging es wieder nach hinten bis auf P14, wo er nun hinter den Cooper von Gregory und McLaren war. Da der Cooper nur bis zum 5. Gang schneller war und dann der Porsche leicht im Vorteil, konnte sich Thaddeus aber wieder an beiden vorbei schieben und hatte nun eine Lücke zu Burgess und Moss in den weiteren Cooper.

Nach und nach sollte er die Lücke schließen und kurz nach Halbzeit zumindest bis auf 1,6 Sekunden dran sein. Damit hatte er nicht nur leichten Windschatten, sondern schien zumindest P10 anpeilen zu können. Doch im Knick vor der Nordkurve brach ihm die Aufhängung und er drehte sich spektakulär durch die Kurve. Mit knapp 270 km/h hatte er dabei verdammt viel Glück, dass er nichts getroffen hat und nach unzähligen Drehern auf der Strecke zum stehen kam. Sein Rennen war beendet, aber dafür war er unverletzt.

Sieger wurde schließlich Brooks vor Gendebien, Bonnier, Phil Hill und Dan Gurney. In der Meisterschaft führt Brooks damit mit 24 Punkten vor Gendebien mit 16 Punkten und Phil Hill mit 14 Punkten. Thaddeus ist drei Punkte hinter Hill auf P5. Bei den Konstrukteuren führt Ferrari deutlich vor Cooper und Porsche, dahinter sind BRM und Lotus. Einzig Aston Martin hat keine Punkte.

Thaddeus Nassek