Thomas fühlte sich schon immer auf dem Flatout-Kurs von Hockenheim wohl und so schaffte er es diesmal auf P5 in der Quali. In der ersten Kurve konnte er die Position halten, doch danach arbeitete er sich an Alesi, Häkkinen und Berger vorbei. Er lag damit auf P3 und ließ sich im Windschatten von Michael Schumacher ziehen. Damit konnte er den Platz halten, auch wenn Häkkinen hinter ihm immer wieder versuchte vorbei zu kommen. Schließlich sollte sich jedoch heraus stellen, dass Schumacher und Häkkinen auf einer 2-Stopp-Strategie sind, während Thomas nur einen Stopp einlegen will.
Als Schumacher an die Pit ging, war Thomas auf P2 vor gekommen. Nun war nur noch Coulthard vor ihm, der ebenso nur einen Stopp machen wollte. Doch Coulthard verbremste sich in der Sachs-Kurve und musste durch das Kiesbett gehen, Thomas kam damit auf P1 vor. Als Thomas seinen Pitstop erledigt hatte, konnte er direkt hinter Schumacher wieder auf die Strecke kommen und ihm wieder folgen. Nach 2/3 ging Schumacher zu seinem zweiten Pitstop, Thomas führte damit wieder das Rennen an. Alesi und Frentzen waren 2 Sekunden hinter ihm ebenso auf der gleichen Strategie, kamen aber nicht näher. Da Thomas keinen Fehler machte, konnte er so seinen 27. GP-Sieg einfahren. Er hat es zudem geschafft in 15 Jahren in Folge zu punkten und mit 6 verschiedenen Konstrukteuren mindestens ein Rennen zu gewinnen.
Alesi wurde zweiter vor Frentzen, Häkkinen, Coulthard und Villeneuve. Schumacher sollte noch ausfallen. In der Meisterschaft führt Häkkinen weiterhin, nun mit 32 Punkten vor Villeneuve, gefolgt von Schumacher, Irvine, Alesi und Frentzen. Thomas konnte mit dem Sieg auf P9 rücken.
Nach dem Rennen gab es schließlich noch eine Pressekonferenz von Thomas. „Mir wurde mal gesagt, dass man aufhören soll, bevor man sich lächerlich macht“, so Thomas. „Wenn man sich meine erste Saisonhälfte anschaut, dann wurde es leider fast schon lächerlich. Ich denke, dass dieser Sieg der ideale Zeitpunkt ist, um noch einmal zu zeigen, was ich kann, aber auch ein Kapitel zu schließen. Es wird wohl mein letzter Sieg gewesen sein, vielleicht sogar meine letzten Punkte. Mit Saisonende werde ich nach 15 Jahren meine Formel 1-Karriere beenden und den jungen Fahrern das Feld überlassen.“






