Monte Carlo 1985

Nachdem die Teams in Imola besser die Performance ihrer Wagen einschätzen konnten, gab es einige Teams mit Upgrades. McLaren hat den Wagen in Sachen Pace und Haltbarkeit verbessert, Williams hat in allen Bereichen Updates gebracht. Ferrari hat weiter die Leistung gesteigert, während Ligier sich um die Standfestigkeit gekümmert hat. Ebenso hat das kleine Team RAM ein Leistungsupgrade gebracht.

Bereits vor dem Rennen war Thomas wieder klar, dass er mit dem fehlenden Grip auf der Vorderachse einige Probleme haben würde. Im Qualifying war er zwar 0,6 Sekunden schneller als Patrese, aber dennoch nur auf P19.

Im Rennen ist er diesmal vorsichtig in die ersten Kurven gegangen, bevor er in Mirabeau die erste Chance zum Überholen nutzen konnte. Nach La Rascasse war er immerhin schon 14., aber es war nur wenig später auch klar, dass er einmal zum Reifenwechsel an die Pits kommen müsste.

Er gab daher weiterhin Vollgas und konnte Runde um Runde etwas gewinnen, bis er nach einem Renndrittel neunter war. Gleichzeitig kämpfte er aber auch schon mit dem Zustand der Reifen und musste schließlich an die Pits. Von P23 ging er wieder ins Rennen und schaffte es an Alliot und Berger vorbei. Mehr war aus eigener Kraft jedoch nicht möglich, ohne erneut die Reifen zu übervordern.

Er hing daher das gesamte restliche Rennen zwischen Winkelhock und Alliot, konnte aber nur gegen Alliot verteidigen und Winkelhock ziehen lassen. Am Ende gab es zwar noch ein paar Ausfälle, mehr als P13 war aber nicht mehr möglich. Die Punkteausbeute aus dem Vorjahr war nicht zu wiederholen.

Patrese konnte hingegen sich ohne Pitstop durchschleppen, war aber auch nur elfter mit sieben Sekunden Vorsprung auf Thomas.

De Angelis hat unterdessen das Rennen vor Senna und Prost gewonnen, dahinter folgten Alboreto, Lauda und Rosberg. Mansell, Piquet, Johansson und Surer kamen nicht ins Ziel.

Thomas Niemayr