2025 – Gateway

Beim Ovalrennen in Gateway nahm Toni den Lauf vom 13. Startplatz aus in Angriff und verbesserte sich in der Anfangsphase um zwei Positionen auf den elften Rang. Dort fand er sich eingeklemmt in einem hochkarätigen Sandwich direkt hinter Alex Palou und vor Scott Dixon wieder. Toni lancierte im dichten Formationsflug des Ovals mehrere Angriffe auf seinen schärfsten Titelkonkurrenten, fand jedoch vorerst keinen Weg vorbei. Da sich im Feld früh zwei komplett gegensätzliche Taktiken abzeichneten – eine aggressive Variante mit zwei Pitstops und eine extrem defensive Schiene mit nur einem einzigen Stopp – entschied sich Toni zunächst für die reifenschonende, defensive Variante hinter Alex Palou.

Wenig später stellte sich jedoch heraus, dass Alex Palou auf der aggressiven Zwei-Stopp-Strategie unterwegs war und früh an die Box abbog, wodurch Toni plötzlich freie Fahrt in sauberer Luft hatte. Toni nutzte die Gunst der Stunde, änderte am Kommandostand kurzerhand den Plan, wechselte ebenfalls auf die aggressive Pace und konnte durch diesen Zwischensprint sogar Colton Herta und Graham Rahal hinter sich lassen. Nach seinem ersten regulären Pitstop rutschte Toni im Klassement zwar kurzzeitig wieder nach hinten, wurde zur Rennhalbzeit im bereinigten Feld aber bereits auf einem starken vierten Platz geführt. Da seine Reifen im Vergleich zur direkten Konkurrenz in dieser Phase jedoch deutlich älter waren, musste er in der Folge etwas abreißen lassen und rutschte bis auf den siebten Rang ab.

Den letzten Stint des Tages nahm Toni nach seinem finalen Service von der 13. Position aus in Angriff. Vor ihm waren jedoch noch zahlreiche Piloten unterwegs, die ihre Pflichtstopps noch absolvieren mussten. Toni behielt im dichten Verkehr kühlen Kopf und wurde durch die Boxenbesuche der Konkurrenz Sukzessive immer weiter nach vorne gespült. In den absoluten Schlussrunden überschlugen sich die Ereignisse schließlich, als etlichen Fahrern auf der Ein-Stopp-Schiene der Sprit ausging und sie für einen späten Splash an die Pits abbiegen mussten. Toni profitierte geistesgegenwärtig von den Fehlkalkulationen der Gegner, schob sich in der vorletzten Runde bis auf den fünften Platz nach vorne und brachte das Top-Ergebnis sicher ins Ziel, da nach ganz vorne aus eigener Kraft keine Lücke mehr vorhanden war.

Den Sieg feierte Alex Palou vor Scott McLaughlin, Josef Newgarden, Will Power, Toni, Alexander Rossi, Conor Daly, Graham Rahal, Felix Rosenqvist und Marcus Ericsson.

In der Gesamtwertung schmilzt Tonis Vorsprung im Kampf um die Meisterschaft spürbar zusammen, sodass er nun noch 23 Punkte vor seinem schärfsten Verfolger Alex Palou liegt, während dahinter Scott McLaughlin, Colton Herta, Josef Newgarden und Marcus Armstrong die ersten Verfolger bilden.

Toni Notaro