Der Meisterschaftslauf in Deutschland begann für Theodor mit einem perfekten Qualifying und der verdienten Pole Position für die Porsche-Mannschaft. Beim Erlöschen der Startampel musste er sich zwar zunächst gegen Hesse im Mercedes geschlagen geben, eroberte die Spitzenposition jedoch bereits eine halbe Runde später mit einem entschlossenen Manöver zurück und setzte sich in der Folge kontinuierlich vom restlichen Feld ab. Bis zum Nachmittag baute das Team einen komfortablen Vorsprung von 12 Sekunden auf die Konkurrenz aus, ehe Kubica im AF Corse die Verfolgung aufnahm und den Rückstand auf 10 Sekunden verkürzte, ein Abstand, der über die gesamte Nachtdistanz wie eingefroren schien.
Erst in den frühen Morgenstunden erhöhte die AF-Corse-Crew das Tempo signifikant und robbte sich bis zur finalen Boxenstoppphase auf 2 Sekunden an den Führenden heran. Da der Reifenwechsel bei Porsche nicht optimal verlief, kehrte Theodor für den entscheidenden Schlussstint direkt hinter Kubica auf die Strecke zurück. Theodor steckte jedoch nicht auf, saugte sich an das Heck des Führenden und erzwang mit einem spektakulären Ausbremsmanöver in der Haarnadelkurve die viel umjubelte Vorentscheidung. In den verbleibenden Umläufen kontrollierte er das Geschehen an der Spitze, fuhr ein Polster von 2 Sekunden heraus und feierte den viel umjubelten Laufsieg.
Hinter dem siegreichen Porsche und dem zweitplatzierten AF Corse komplettierte Mercedes das Podium auf dem dritten Rang. Die weiteren Top 10 Platzierungen in der LMP2-Klasse sicherten sich Renault und Acura sowie McLaren, Red Bull, Toyota und Ferrari. In der GT3-Kategorie feierte Risi den Triumph vor Brabham, Stewart und Oreca, während RBM die GT4-Klasse vor Williams, Tyrrell und Minardi für sich entschied.
In der Gesamtwertung spitzt sich das Titelrennen vor dem großen Finale dramatisch zu, da Risi die Tabellenspitze mit nur noch 2 Punkten Vorsprung vor den punktgleichen Teams von Porsche und Williams behauptet, während alle anderen Mannschaften mathematisch aus dem Titelrennen ausgeschieden sind. Um den Gesamtsieg beim Saisonfinale noch perfekt zu machen, muss Theodor mit seiner Crew mindestens drei Platzierungen vor Risi ins Ziel kommen, eine Herkulesaufgabe für das gesamte Team. Ein erster Meilenstein ist der Mannschaft dennoch bereits geglückt, da der vorzeitige Gewinn des Klassensieges der LMP2-Kategorie seit diesem Wochenende mathematisch in trockenen Tüchern ist.





