Der Langstreckenklassiker in Laguna Seca begann für Theodor von der fünften Startposition, von der aus er sofort Druck auf den vor ihm liegenden McLaren ausübte. Bamber verteidigte sich rundenlang vehement, ehe Theodor das entscheidende Manöver setzte und den vierten Platz übernahm. In der Folge biss sich die Mannschaft an der Spitzengruppe aus AF Corse, Renault und Acura die Zähne aus, bis am späten Nachmittag das erste taktische Ausrufezeichen glückte und der Acura passiert wurde. Beim ersten dichten Aufeinandertreffen aller drei Fahrzeugklassen im Überrundungsverkehr bewies Theodor großes Geschick und schob sich auch am Renault vorbei. Während sich Kubica an der Spitze und Theodor im Porsche erfolgreich vom restlichen Feld absetzten, sorgte der Einbruch der Nacht für einen Performance-Umschwung, sodass Hartley im Renault die Position wieder zurückeroberte.
Die Boxenstopps wirbelten das Klassement erneut durcheinander und spülten den Acura auf den zweiten Rang vor, während sich Porsche und Renault dahinter einen packenden Schlagabtausch um den verbleibenden Podestplatz lieferten. Erst in den frühen Morgenstunden reagierte die Porsche-Mannschaft mit einer alternativen Strategie, um Theodor aus dem dichten Verkehr herauszunehmen und freie Fahrt zu ermöglichen. Das strategische Pokerspiel zahlte sich beim finalen Boxenstopp kurz vor dem Rennende aus, als Theodor mit 5 Sekunden Vorsprung auf Renault und direkt hinter Dixon im Acura auf die Strecke zurückkehrte. Da die Acura-Crew beim letzten Service auf frische Reifen verzichtet hatte, nutzte Theodor den eklatanten Geschwindigkeitsvorteil aus, bremste sich spektakulär in der berühmten Corkscrew-Kurve vorbei und sicherte den zweiten Rang ab, während der führende AF Corse bereits auf 11 Sekunden entwischt war.
Der Sieg in der LMP2-Klasse ging an AF Corse vor Theodor im Porsche und dem drittplatzierten Acura, während Renault, McLaren und Aston Martin die weiteren Plätze belegten. In der GT3-Kategorie feierte Risi den Erfolg vor Brabham, Oreca und Proton, während Williams in der GT4-Klasse vor Tyrrell und Jordan triumphierte.
In der Meisterschaft behauptet Risi mit einem hauchdünnen Vorsprung von 3 Punkten die Tabellenführung vor den ersten Verfolgern von Williams. Das Team Porsche rangiert dahinter auf der dritten Position der Gesamtwertung, während Minardi, Tyrrell, Proton und Ferrari das enge Mittelfeld der Meisterschaftstabelle komplettieren.








