Das Hauptrennen begann für Thabea von der sechsten Startposition, die sie in den ersten Kurven erfolgreich verteidigen konnte. Noch vor dem Ende der ersten Runde nutzte sie den Windschatten optimal aus, passierte Badoer sowie Ho in einem Zug und übernahm den vierten Rang. Wenig später profitierte sie von einem Dreher von Giusti, was sie direkt auf die dritte Position und damit auf Podiumskurs spülte. In dieser Phase des Rennens gelang es Thabea zwar nicht, die Lücke zu Barrichello zu schließen, allerdings lieferte sie sich ein packendes Duell mit dem drängenden Ho, der mehrfach vorbeizog, den Thabea aber jedes Mal mit einem erfolgreichen Konter wieder auf Distanz hielt.
Im letzten Viertel der Renndistanz machten sich das hervorragende Reifenmanagement und die kluge Renneinteilung von Thabea bezahlt, sodass sie sich von Ho absetzen und den Rückstand auf Barrichello zügig verringern konnte. In den Schlussrunden saugte sie sich an das Heck des Vordermanns, der sich mit allen Mitteln verteidigte, ehe Thabea auf der Gegengeraden das entscheidende Überholmanöver setzte. Obwohl Barrichello bis zur Zielflagge im DRS-Fenster verblieb, konnte er keinen Gegenangriff mehr lancieren, wodurch Thabea den zweiten Platz sicher ins Ziel brachte.
Der Sieg im Hauptrennen ging an Taponen vor Thabea und Barrichello, während Ho und Slater die ersten 5 Plätze komplettierten. Die restlichen Positionen in den Punkterängen der Top 10 gingen an McLaughlin, Clerot, Deligny, Nael und Yamakoshi.
In der Gesamtwertung spitzt sich der Titelkampf dramatisch zu, da Slater die Tabellenführung mit nur noch 16 Punkten Vorsprung vor Thabea behauptet. Taponen rangiert dahinter auf der dritten Position und besitzt als letzter Pilot im Feld noch mathematische Chancen auf den Titelgewinn, während Barrichello, Stromsted, Giusti und Ugochukwu die weiteren Plätze belegen. In der Teammeisterschaft ist die Entscheidung hingegen vorzeitig gefallen, da sich Trident den Titel vor den Mannschaften von MP, DAMS, Campos und AIX gesichert hat.






