2026 – Madrid Feature Race

Beim alles entscheidenden Hauptrennen der Saison sicherte sich Thabea die zweite Startposition direkt neben dem Pole-Setter Slater. Thabea erwischte einen guten Start, behauptete ihren Platz beim Anfahren der ersten Schikane und hielt den direkten Sichtkontakt zum Führenden. In der überhöhten Kurve machten sich jedoch die aerodynamischen Verwirbelungen dermaßen stark bemerkbar, dass sie den Anschluss verlor und stattdessen in den Rückspiegel schauen musste, wo Taponen und Barrichello vehement attackierten.

Erst zur Rennmitte fand Thabea ihren Rhythmus auf dem Parkplatz-Kurs wieder und blies mit einer kontrollierten Tempoverschärfung zur Aufholjagd auf den 3 Sekunden enteilten Spitzenreiter. In der 15. von insgesamt 19 Runden schob sie sich endlich in das DRS-Fenster von Slater und lauerte Stoßstange an Stoßstange auf eine Lücke. Jedes Mal wenn sie nah genug für ein Manöver war, warf die schmutzige Luft in der Steilkurve das Auto jedoch wieder zurück, sodass die Angriffe ab der vorletzten Runde an Stellen erzwungen werden mussten, an denen sich Slater problemlos verteidigen konnte. In diesem dramatischen Rad-an-Rad-Duell ging es um den gesamten Meisterschaftstitel, den Slater schließlich mit einem hauchdünnen Vorsprung von nur 0,09 Sekunden über die Ziellinie rettete.

Der Sieg und der Titel gingen somit an Slater vor Thabea und dem drittplatzierten Taponen, während Rivera und Barrichello die ersten 5 Plätze komplettierten. Die restlichen Positionen in den Punkterängen sicherten sich Gladysz, Badoer, McLaughlin, Giusti und Le.

In der endgültigen Meisterschaftstabelle krönte sich Slater mit einem Vorsprung von 14 Punkten zum Champion vor der Vizemeisterin Thabea. Auf den weiteren Plätzen folgten Taponen und Barrichello, während Giusti, Stromsted, Ugochukwu, Rivera, Wharton und McLaughlin die Top 10 der Gesamtwertung vervollständigten. Die Teammeisterschaft ging an Trident vor DAMS, gefolgt von MP, Campos, AIX, Prema, Rodin, Hitech, Van Amersfoort und ART.

Thabea hat damit genügend IFCAR-Lizenzpunkte zusammen, um nächstes Jahr in der Formel 2 zu fahren. Der Start steht allerdings noch nicht fest, da sie noch mit den F2-Teams im Gespräch ist und noch ein Cockpit braucht. Sie ist jedoch guter Hoffnung, dass sie nach dieser Saison den Aufstieg schafft.

Thabea Nolan