Diesmal hatte Theodor keinen Raketenstart wie gestern und kam in der turbulenten Anfangsphase der ersten Runde nur bis auf den zehnten Platz nach vorne. Direkt vor ihm lag Titelrivale Björk, an dessen Stoßstange sich Theodor festbiss und einige Runden harter Arbeit brauchte, bis er sich schließlich vorbeikämpfen konnte. Im fliegenden Wechsel lief er anschließend auf seinen Teamkollegen Farfus auf. Mit Blick auf Theodors intakte Titelchancen leistete dieser im Sinne der Stallregie keinerlei Gegenwehr und war für den Meisterschaftsanwärter leicht zu überholen. Danach sah sich Theodor allerdings mit Green konfrontiert, und der Audi-Pilot verteidigte seine Position diesmal mit allen fahrerischen Mitteln.
Gegen Mitte der Renndistanz forderten das hohe Strafgewicht und die aggressive Hatz erneut ihren Tribut, sodass Theodors Reifen spürbar einbrachen. Er mobilisierte dennoch alle Reserven und biss sich kämpferisch am Heck von Green fest, um den Anschluss auf keinen Fall abreißen zu lassen. In den absoluten Schlussminuten tauchte er tatsächlich wieder formatfüllend im Rückspiegel des Vordermannes auf und lancierte im finalen Umlauf eine erste harte Attacke. Green konterte den Vorstoß jedoch eiskalt, woraufhin Theodor beim harten Anbremsen der Haarnadelkurve sofort den nächsten Versuch wagte. Aber auch hier nutzte Green die cleverere Linie, nahm den besseren Schwung mit und behauptete die Spitzenposition der Gruppe. Eine weitere Gelegenheit für ein Manöver bot sich Theodor nicht mehr, sodass er die Ziellinie als Achter überquerte.
Der Sieg im allerletzten Saisonlauf ging erneut an den dominanten Ekström vor DiResta und Borkovic auf den Podestplätzen. Als Vierter kreuzte Tomczyk die Zielflagge knapp vor Scheider auf der fünften Position. Die verbleibenden Plätze innerhalb der besten zehn Fahrzeuge sicherten sich Huff und Green vor dem geschlagenen Theodor, während Farfus und Lawson die Punkteränge komplettierten.
In der endgültigen Gesamtwertung vollbrachte Scheider mit dem fünften Platz das Kunststück, Theodor auf den letzten Kilometern noch abzufangen und ihm den Meistertitel um mickrige vier Punkte abzuluchsen. Theodor muss sich nach einer dramatischen Saison mit dem Vizetitel begnügen, während Björk die Top Drei des Endklassements komplettiert. Auf den weiteren Rängen der Abschlusstabelle folgen Spengler sowie Michelisz gefolgt von Jordan sowie Molina und Paffett, während Ekström die Top Neun beschließt.
Die hart umkämpfte Teammeisterschaft sicherte sich die Mannschaft von Walkenhorst mit einem knappen Vorsprung von sieben Zählern vor Phoenix. Die weiteren Positionen im Endklassement belegen Irmscher sowie HWA und Schubert gefolgt von Engstler sowie Mücke und Maurer, während die Teams von Abt und Rosberg die Top Zehn abrunden.
In der finalen Markenwertung triumphiert Opel mit einem deutlichen Polster von 38 Punkten vor Mercedes, während BMW sowie Audi gefolgt von Ford und VW das geschlagene Feld der Hersteller komplettieren.









