2026 – Tourenwagenpreis von Baden-Würtemberg 1

Theodor musste das alles entscheidende Saisonfinale mit erheblichem Zusatzgewicht im Gepäck vom 13. Startplatz aus in Angriff nehmen. In der turbulenten Anfangsphase bewies er jedoch viel Übersicht und kämpfte sich bereits im Verlauf der ersten Runde bis auf den achten Rang nach vorne. Mit zunehmender Spieldauer spielte ihm die Renndynamik in die Karten da der schwindende Kraftstoff im Tank den Gewichtsnachteil des schweren Tourenwagens immer weiter minimierte. Theodor blies zur Attacke, holte sich einen Konkurrenten nach dem anderen und schob sich bis auf die vierte Position nach vorne. Eingangs des Motodroms überschlugen sich schließlich die Ereignisse als Huff seinen BMW unglücklich abseits der Piste parkte und dabei den direkt dahinter fahrenden Ekström empfindlich einbremste. Theodor reagierte in Sekundenbruchteilen fehlerfrei, passierte beide Fahrzeuge im Sturm und fand sich plötzlich auf dem zweiten Platz wieder.

Zur Mitte der Distanz forderte die furiose Aufholjagd jedoch ihren Tribut von den Vorderreifen, die nun stark abbauten. Von hinten stürmte der wiedererstarkte Ekström unaufhaltsam heran, machte mächtig Druck und presste sich schließlich wieder an Theodor vorbei. Damit fand sich Theodor auf der dritten Position direkt vor Borkovic wieder, der dem Tempo an der Spitze im weiteren Verlauf ebenfalls nicht mehr folgen konnte und abreißen lassen musste. Da Theodor in der absoluten Schlussphase mit den stumpfen Reifen nicht mehr in den Kampf um den Sieg eingreifen konnte, verwaltete er den Vorsprung nach hinten clever und brachte den dritten Rang sicher auf dem Podium ins Ziel.

Den Sieg feierte Ekström nach einer beeindruckenden Aufholjagd vor DiResta, während Theodor als Dritter wichtige Punkte einfuhr. Als Vierter kreuzte Borkovic die Ziellinie gefolgt von Green auf der fünften Position. Die restlichen Plätze innerhalb der besten zehn Fahrzeuge gingen an Huff sowie Tomczyk und Fontana, während Farfus und Spengler auf dem zehnten Platz den letzten Zähler einfuhren.

In der Meisterschaftstabelle kommt es vor dem allerletzten Lauf zum ultimativen Showdown, da Theodor mit einem hauchdünnen Vorsprung von lediglich einem einzigen Punkt wieder die Führung in der Gesamtwertung übernommen hat. Neben dem neuen Spitzenreiter besitzen im Finale mathematisch nur noch Scheider und Björk die Chance, sich die Meisterschaftskrone aufzusetzen. Die Markenwertung ist hingegen bereits vorzeitig entschieden, da Opel uneinholbar an der Spitze liegt und den Titel der Hersteller vorzeitig perfekt gemacht hat.

Theodor Nygard