Beim packenden Lauf in Interlagos nahm Theodor das Rennen vom fünften Startplatz der GT3 Klasse aus in Angriff. Bereits beim Erlöschen der Startampel erwischte er einen perfekten Sprint und schob sich an den beiden Porsche von Lietz und Bachler vorbei. Während er das mörderische Tempo der enteilten Schmid und Drudi an der Spitze nicht ganz mitgehen konnte behauptete er den dritten Rang. Theodor hielt den heranstürmenden Bachler zunächst knapp auf Distanz bis ihm nach einigen Umläufen ein kleiner Fahrfehler unterlief der den Kontrahenten vorbeiziehen ließ. Theodor steckte jedoch nicht auf saugte sich sofort wieder heran und holte sich die dritte Position kämpferisch zurück. In der Folgezeit erwies sich Bachler zwar als der fahrerisch stärkere Akteur doch auf dem kurzen Traditionskurs in Brasilien sorgten permanente Überrundungen durch die schnelleren Prototypen für extremen Trubel. Bachler fand dadurch nie den Raum für einen sauberen Angriff sodass sich Theodor über etliche Runden hinweg mit einem hauchdünnen Vorsprung von 0,8 bis 1,5 Sekunden an der Spitze der Verfolgergruppe behauptete.
Unterdessen zeichnete sich bei den beiden Spitzenreitern Drudi und Schmid ab dass sie auf eine aggressive Strategie mit einem zusätzlichen Boxenstopp setzten um ein dauerhaft höheres Tempo gehen zu können. Diese Taktik ging bei Schmid jedoch nicht auf da er nach seinem Service hinter das Duo Theodor und Bachler zurückfiel. Bei Drudi schien der Plan hingegen perfekt aufzugehen bis er seinen Aston Martin kurz darauf mit einem technischen Defekt vorzeitig am Streckenrand abstellen musste. Durch dieses Drama wurde das ohnehin schon heiße Duell zwischen Theodor und Bachler plötzlich zum direkten Kampf um den Klassensieg während Schmid von hinten eine furiose Aufholjagd startete. Erst in den absoluten Schlussminuten fand Bachler schließlich den entscheidenden Weg an Theodor vorbei. Theodor erhöhte den Druck im Rückspiegel jedoch sofort wieder spürbar woraufhin sich Bachler beim harten Anbremsen des Senna S folgenschwer verbremste. Theodor setzte sich geistesgegenwärtig außen daneben und die beiden Kontrahenten lieferten sich über eine halbe Runde hinweg spektakuläre Crossover Manöver in den engen Kurvenkombinationen.
Am Ende behielt Bachler in diesem packenden Rad-an-Rad-Krimi die Oberhand während Theodor ihm wie ein Schatten am Heck klebte. Bis in den finalen Umlauf hinein warf Theodor noch einmal alles in die Waagschale fand jedoch keine Lücke mehr für ein sauberes Vorbeikommen. Da in dieser entscheidenden Phase zudem mehrere Überrundungen durch die pfeilschnellen Spitzenklassen anstanden wurde Theodor im dichten Verkehr immer wieder empfindlich eingebremst. Er musste sich nach einem heroischen Kampf schließlich mit dem zweiten Platz in der Klasse abfinden während die besten drei Fahrzeuge der GT3 Kategorie innerhalb von lediglich 1,5 Sekunden wie an einer Perlenschnur aufgereiht die Ziellinie überquerten.
Den Gesamtsieg sicherte sich Duval vor Andlauer und Estre während Kubica und Bamber die Top Fünf des Feldes komplettierten. In der LMP2 Kategorie feierte Blomqvist den Klassensieg vor Perera sowie Reid gefolgt von Viscaal und Dillmann. Den hart umkämpften Sieg in der GT3 Klasse holte sich schließlich Bachler hauchdünn vor Theodor und Schmid während Eastwood sowie Juncadella die weiteren Positionen bezogen.
In der klassenübergreifenden Gesamtwertung übernimmt Theodor mit diesem Erfolg die Spitzenposition und liegt nun mit einem winzigen Polster von 1,3 Punkten in Führung. Auf den weiteren Plätzen im Klassement folgen Kubica vor Schmid sowie Beche gefolgt von Reid sowie Frijns und Perera. Durch das spezielle Punktesystem der Serie ist vor dem großen Finale bereits eine Vorentscheidung gefallen da rechnerisch nur noch Kubica und Theodor echte Chancen auf den Gewinn der Meisterschaft haben.












