Aus der sechsten Position ging Thilo in das entscheidende Rennen. Die langen Geraden spielten der Leistung seines Ferrari jedoch perfekt in die Karten, sodass er sich schnell bis auf den dritten Rang hinter Moss und Behra nach vorne arbeitete. Im Rückspiegel erwies sich lediglich Hamilton im Jaguar als zäher Verfolger, während der Rest des Feldes den Anschluss verlor. Thilo ließ sich nicht aufhalten, schnappte sich im weiteren Verlauf erst Behra und zog schließlich auch an Moss vorbei, um die Führung zu übernehmen. Hamilton zog im Windschatten mit und blieb dauerhaft nur wenige Sekunden hinter dem Heck des Ferrari. Zur Rennhälfte ging Thilo das Tempo aus, sodass sowohl Hamilton als auch Hawthorn an ihm vorbeizogen.
Erst nach der Rennhalbezeit fing sich Thilo wieder und blies zur Gegenattacke. Er holte sich zunächst Hawthorn und machte im Anschluss Jagd auf die Spitze. Es dauerte bis zur Drei-Viertel-Marke des Rennens, ehe er Stoßstange an Stoßstange mit Hamilton kämpfte, den Briten schließlich niederwand und die Führung zurückeroberte. Thilo setzte sich an der Spitze leicht ab und wähnte sich auf dem Weg zum Triumph, doch im letzten Stint folgte die strategische Ernüchterung: Der Treibstoff im Tank des Ferrari sollte nicht bis zur Ziellinie reichen. Nur eine Runde vor dem Ende musste Thilo für einen späten Splash an die Box. Hamilton zog mühelos vorbei, sodass der sicher geglaubte Sieg in den letzten Kilometern verloren ging.
Hamilton sicherte sich den dramatischen Finalstopp vor Thilo auf dem zweiten Platz. Dahinter folgten Behra, Collins, Swaters, Arents, Lewis-Evans, Bolton, Hawthorn und Gendebien.
In der Meisterschaft sicherte sich Peter Bolton den Gesamtsieg. Da er in der kleineren S3-Klasse alle Saisonrennen für sich entscheiden konnte, stand er am Ende trotz der eigentlich geringeren Punktzahl für Einzelsiege ganz oben auf dem Thron. Thilo beendet die Saison als Vizemeister auf dem zweiten Rang vor Bianchi, Arents, Collins, Brabham, Moss, Behra und Hamilton.







