Ein weiteres Mal war Thomas im Zakspeed im Qualifying sehr gut unterwegs und holte sich so den sechsten Startplatz. Den Start versemmelte er jedoch und war am Ende der erste Runde nur noch neunter. Seit der Turbo-Ära war das in Imola aber nicht mehr entscheidend, viel mehr war der Spritverbrauch das eigentliche Rennen.
Thomas konnte P9 halten, während er den Wagen rollen ließ und das Benzingemisch magerer einstellte. Der Zakspeed hatte keine Onboard-Kontrolle des Turboboost, so dass man diesen bereits vor dem Rennen unter den bisher üblichen Wert gesenkt hatte. Dennoch war unklar, ob er ins Ziel kommen kann.
Hinzu kam noch der Faktor Reifen, da es auch hier unklar war, ob ein Pitstop ausreichen würde. Thomas schaffte es jedoch bis zur Halbzeit, um sich frische Reifen zu holen und kam als 15. wieder auf die Strecke. Durch die Pitstops der anderen schaffte er es hierbei sogar bis auf P8 vor zu kommen, bis die letzte Runde anbrach.
Nach und nach musste mehrere Fahrer ihre Fahrzeuge ohne Sprit abstellen, so dass Thomas sogar am ausrollenden Johansson vorbei die Führung übernahm. Doch schon in Tosa kam von hinten Arnoux an Thomas vorbei und Thomas ließ ihn ziehen. Es war immer noch unklar, ob der Sprit reicht.
Erst in Rivazza kam dann die Rennentscheidung: Auch Arnoux rollte aus, während Thomas mit Halbgas zur Ziellinie fuhr und so seinen ersten Sieg einfahren konnte. Hinter ihm sahen Tambay und Capelli das Ziel, während selbst Prost es nicht schaffte den Sprit zu managen. Rosberg, Palmer und Nannini waren auf den weiteren Punkterängen zu finden.
Auch wenn das Rennen nicht durch das schnellste Fahrzeuge gewonnen wurde, so sind Thomas und Zakspeed überglücklich über den Erfolg. „Es war ein unfassbar intensives Rennen. Man musste so schnell wie möglich fahren, aber gleichzeitig so viel Reifen und Sprit fahren, wie nötig“, so Thomas. „Wir konnten sogar zwischenzeitlich so mit den Ferraris mithalten, aber am Ende haben wir es geschafft zu pushen und gleichzeitig zu sparen. Selten hatte ich so ein Rennen und es hat wirklich viel Spaß gemacht.“








