Theodor startete das Rennen vom dritten Platz aus, während noch ein leichter Nieselregen über dem Tempelhofer Feld lag. Bei diesen feuchten Bedingungen überstand er die ersten Kurven zwar erfolgreich auf der dritten Position, musste jedoch kurz darauf Kirkwood passieren lassen. Beim Versuch, sich den verlorenen Platz sofort zurückzuholen, geriet Theodor unter massiven Druck von Spengler, der sich schließlich mit einem harten Manöver vorbeidrückte. Da die Strecke nun langsam abtrocknete, änderte sich das Kräfteverhältnis auf dem Betonkurs spürbar. Spengler stürmte auch an Kirkwood vorbei, während Theodor die Gunst der Stunde ebenfalls nutzte und sich wieder vor Kirkwood setzte. Besonders die Mercedes-Piloten hatten auf ein komplett nasses Rennen spekuliert, erlebten nun ein Debakel und wurden im weiteren Verlauf sogar vom Spitzenreiter überrundet.
Theodor saugte sich unterdessen immer weiter an das Heck von Spengler heran, erhöhte das Risiko spürbar und setzte den Vordermann so lange unter Druck, bis das erfolgreiche Überholmanöver glückte. Danach klebte Theodor direkt am Heck von Jordan. Nach drei Vierteln der Distanz war der Asphalt schließlich komplett abgetrocknet, woraufhin Theodor den Widerstand von Jordan brach. Dieser hatte ihm bis dahin gehörig das Leben schwergemacht, doch mit dem gelungenen Vorstoß war Theodor auf dem zweiten Rang angekommen. Die Freude über die starke Aufholjagd sollte jedoch kurz vor dem Ende ein jähes und bitteres Ende finden. Nur zwei Runden vor dem Ziel streikte plötzlich der Opel-Motor des Zweitplatzierten, der die Position bis dahin souverän verwaltet hatte. Theodor rollte direkt vor der Boxeneinfahrt aus, musste den Boliden vorzeitig abstellen und ging im Kampf um die Meisterschaft komplett leer aus.
Den Sieg holte sich mit einem überlegenen Vorsprung Björk vor Jordan und Spengler auf den Podestplätzen. Als Vierter überquerte Kirkwood die Ziellinie gefolgt von Michelisz auf der fünften Position. Die restlichen Plätze innerhalb der besten zehn Fahrzeuge gingen an Farfus sowie den Meisterschaftsführenden Scheider gefolgt von Borkovic sowie Lawson und Ekström auf dem zehnten Rang.









