1996 – Sachsenring

Rennen 1:
Da die Gewichte nun wieder etwas ausgeglichener waren, war der Sachsenring mit seinen vielen langen Kurven BMW-Land. Theodor holte sich so die Pole vor Ravaglia, doch verlor die Führung noch im Sprint zur ersten Kurve. Beide konnten sich jedoch von Schneider im Volvo absetzen, auch wenn Theodor nur schwer mit Ravaglia mithalten konnte.

Theodor schnappte sich zwar noch die schnellste Rennrunde und versuchte Ravaglia in einen Fehler zu treiben, doch das passierte nicht und so hatte er keine Chance. Ravaglia siegte vor Theodor, Schneider, Grau, Hürtgen, Abt, Wendlinger, Aiello, Biela und Engstler.

Rennen 2:
Erneut war das Gewicht von Theodor ein Nachteil am Start und wieder konnte Ravaglia an ihm vorbei gehen. Doch Theodor blieb diesmal besser dran und versuchte direkt in der ersten Runde wieder in Führung zu gehen. Ravaglia hielt aber dagegen und so verloren beide so viel Zeit, dass sogar Schneider an Theodor vorbei kam. Es brauchte nun ein paar Runden, bis Theodor wieder zweiter war, doch Ravaglia war bereits 2 Sekunden davon gefahren. Diesmal behielt Theodors Teamkollege jedoch nicht die Nerven und verbremste sich in der ersten Kurve sehr stark.

Mit eckigen Reifen konnte Theodor schnell aufholen, erneut einen Angriff starten und diesmal sogar vorbei gehen. Ravaglia hatte nun sogar so starke Probleme, dass auch Schneider vorbei kam und P2 übernehmen konnte. Theodor behielt aber die Nerven und ließ keinen Angriff von Schneider zu. Damit holte er sich den Sieg vor Schneider, Ravaglia, Hürtgen, Abt, Fisichella, Wendlinger, Biela, Pirro und Grau.

Im Übrigen waren die Topzeiten, trotz deutlich schwächeren Motoren und kaum Aero, fast auf dem Niveau des Vorjahres und zeigten, dass die Serie durch das Supertouring-Reglement keineswegs langsam geworden ist.

In der Meisterschaft ist nun Theodor wieder auf dem ersten Platz, aber nur 6 Punkte vor Abt. Dahinter folgen Engstler, Ravaglia und Müller. Auch in der Teamwertung konnte Schnitzer zurück an die Spitze gehen, 10 Punkte dahinter liegt Abt vor Manthey und Mamerow. In der Markenwertung gab es den dritten Wechsel, BMW führt nun 21 Punkte vor Audi, dahinter sind Volvo, Ford und Renault. Zudem haben bereits nach dem 8. Lauf alle Fahrer punkten können.

Theodor Neumann