R18 – Riverside

Pleiten, Pech und fast ein Happy End. Auf der schnellen Strecke in Kalifornien haben die Fahrzeuge fast 360 km/h erreicht und so war es wenig verwunderlich, dass Stuck im Porsche die Pole holte. Dahinter waren Mass und Niedzwiedz, gefolgt von Brun. P7 ging an Yorino im Mazda, dahinter Theodor und Wallace im Jaguar und Katayama im zweiten Mazda. Theodor erwischte einen sehr guten Start und kam direkt auf P5 hinter die beiden Mercedes und Porsche. Brun schnappte er sich Anfangs der langen Gegengeraden, die beiden Mercedes wollte er im Knick holen. Doch Mass wehrte sich und hatte gar kein Interesse nicht in den Titelkampf einzugreifen. Immerhin war Stuck auf P1 und Theodor brauchte P2. Es dauerte aber nur eine weitere Runde, dann war Theodor vorbei.

Von hinten kam nun Lees im Toyota und auch die waren auf den Geraden sehr schnell. Lees wollte sich ebenso nicht aus dem Titelkampf halten und ging an Theodor vorbei. Dieser wollte direkt kontern, verschätzte sich und musste durch den Dreck gehen. Damit waren Brun und auch Needell im zweiten Toyota vorbei. Es dauerte einige Runden, bis sich Theodor erst Needell und dann auch Brun schnappen konnte. Lees war ebenso eine harte Nuss, aber Theodor kam gegen Halbzeit vorbei. Durch die ganzen Kämpfe waren die Reifen nun aber schon sehr stark abgefahren und Theodor sollte sich ein zweites Mal verschätzen. Diesmal kamen jedoch nur Lees und Brun durch. Viel dramatischer wurde es, als Ganassi unsafe wieder auf die Strecke kam, Brun reagierte und Theodor die Situation nicht sehen konnte. Theodor bremste, was möglich war und drehte sich dadurch. Zwar konnte er einen Unfall verhindern, war nun aber siebter.

Als erstes schnappte er sich Katayama, der auf den Geraden nicht mithalten konnte. Danach rückte Theodor zu Teamkollege Wallace auf und dieser gab ihm über die gesamte Gerade Windschatten, so dass Theodor die 350 km/h knacken konnte. Anschließend machte Wallace Platz und Theodor musste 5 Sekunden zu Brun zu fahren. Das gelang ihm schließlich in der vorletzten Runde. Nun waren nur noch Needell und Lees zwischen Theodor und der Meisterschaft. Der Abstand war jedoch zu groß und am Ende sollten gerade einmal 5 Sekunden fehlen. Stuck siegte dagegen überlegen mit 12 Sekunden Vorsprung und holte mit seinem sechsten Saisonsieg die Meisterschaft. Lees wurde zweiter vor Needell, gefolgt von Theodor, Brun und Wallace.

Stuck hat die Meisterschaft mit 74 Punkten gewonnen, Theodor wurde mit 2 Punkten Rückstand zweiter. Katayama folgt weitere 8 Punkte dahinter, gefolgt von Yorino, Brun, Mass, Taylor, Lees, Ganassi und Lammers. 23 von 28 Fahrer konnten Punkte sammeln.

Brun Motorsports hat es ebenso in der Teamwertung noch umdrehen können und mit 110 Punkten und 7 Punkten Vorsprung vor Mazda Motors of America den Titel geholt. Tom Walkinshaw Racing wurde dritter, gefolgt von Team Sauber Mercedes, BRM und Toyota Team TOM’S. 12 von 14 Teams waren in den Punkten.

Bei den Herstellern passierte nichts mehr, Mazda holte sich mit 96 Punkten und 10 Punkten Vorsprung auf Porsche die Meisterschaft. Jaguar liegt weitere 13 Punkte dahinter, gefolgt von Mercedes, BRM und Toyota. 12 von 14 Herstellern waren in den Punkten.

Und damit bin ich am Ende des All American Challenge Cup. Doch ich habe in dieser Saison einige gute Strecken auslassen müssen, so dass es noch einen Nachschlag gibt: Den All American GT Cup. Diese Serie wird morgen mit den GTOs Ende 80er/Anfang 90er starten und die 12 Strecken befahren, die ich diesmal nicht unterbringen konnte.

Theodor Neumann