Leipziger Stadtpark

Zurück in der DDR ging es diesmal nach Leipzig in den Stadtpark. Der Kurs gehört an sich nicht mehr in die Ära, die ich fahre, passt aber sowohl optisch, als auch von den Besonderheiten der Strecke ganz gut in die Zeit. Während der Streckenverlauf recht unspektakulär ist und eigentlich nur aus Geraden kombiniert mit ein paar schnellen Kurven besteht, sind die Tücken ganz wo anders. Zum einen sind da die Betonplatten, durch die es ständig rüttelt und der Wagen aus der Balance kommt. Dann gibt es noch einige Stellen mit Kopfsteinpflaster, auf denen es rutschig wird. Und abschließend sind da die sehr hohen Bordsteine, die den Wagen drehen oder gar beschädigen können.

Bereits in der Quali konnte ich zeigen, dass mir den Kurs sehr gut liegt und ich holte mir meine erste Pole. Der weitere Verlauf des Rennens war dann leider eher an den Streckenverlauf angepasst: Ich konnte ohne spannende Momente dem Feld langsam, aber stetig, davon ziehen und mir einen Vorsprung von knapp 16 Sekunden heraus fahren. Erst in der letzten Runde der Schreckensmoment: Ich erwische nach der ersten Kurve den Bordstein. Zum Glück hat es mir nur den Wagen umgedreht, Aufhängung und Verkleidung blieben ganz. Ohne einen Platzverlust ging es nun Richtung Ziel und ich konnte meinen ersten Sieg einfahren. Hinter mir kamen noch Reiner Brand und Ulli Melkus auf das Treppchen. Jürgen Meißner lag allerdings bis zu letzten Runde hinter mir, ihn erwischte es ebenso, doch im Gegensatz zu mir konnte er nicht mehr weiterfahren.

In der Meisterschaft konnte ich damit eine Lücke von 5 Punkte auf Ulrich Melkus heraus holen, Frieder Kramer auf P3 liegt bereits 22 Punkte hinter mir und könnte damit schon beim nächsten Rennen aus dem Kampf um den Titel raus sein.

Thimo Nagel