2024 – Milwaukee 1

Die Startaufstellung für das erste der beiden packenden Ovalrennen in Milwaukee versprach pure Dynamik, als sich Scott McLaughlin die Pole Position vor Scott Dixon, Graham Rahal, Kyle Kirkwood und Colton Herta sicherte. Die weiteren Top-Plätze gingen an Will Power, Alex Palou, Jack Doohan, Ayumu Iwasa und Agustín Canapino. Dahinter bezogen Marcus Ericsson und Linus Lundqvist Stellung, ehe Toni von der 13. Position aus direkt vor David Malukas und Christian Lundgaard ins Rennen ging.

Beim Schwenken der grünen Flagge hielt sich Toni im dichten Feld schadlos und konzentrierte sich in der Anfangsphase auf ein extrem kontrolliertes Reifenmanagement. Nach den ersten 50 Runden hatte er sich im engen Formationsflug des Ovals auf die zwölfte Position nach vorne gearbeitet, während an der Spitze die Post abging. Toni fand in der Folge einen hervorragenden Rhythmus, nutzte die erste Boxenstopp-Phase der Konkurrenz perfekt aus und schob sich durch einen stark in die Länge gezogenen Stint bis zur 100. Runde auf den achten Rang vor.

Das Blatt wendete sich jedoch im dritten Renndrittel drastisch. Ein kleiner Fehler beim Reifenwechsel und eine unglücklich getimte Gelbphase genau während Tonis Pitstop warfen den Führenden weit zurück. In Runde 150 fand sich Toni mitten im dichten Verkehr auf dem enttäuschenden 16. Platz wieder. Mit dem Messer zwischen den Zähnen blies er nun zur Aufholjagd, pflügte durch das Mittelfeld und profitierte von Fehlern der Konkurrenz, sodass er sich bis zur 200. Runde wieder auf die neunte Position vorkämpfen konnte.

Im absoluten Finale des Rennens überschlugen sich die Ereignisse komplett. Während Alex Palou die Führung übernahm, mobilisierte Toni auf frischen Reifen alle Reserven, überrumpelte die Konkurrenz im Sekundentakt und schoss bis zur 240. Runde auf den zweiten Platz direkt hinter seinem härtesten Titelkonkurrenten vor. Bis zur 250. Runde saugte sich Toni Fender to Fender in den Windschatten des Führenden, lauerte dicht hinter Palou auf eine allerletzte Lücke, fand auf den finalen Metern aber kein Durchkommen mehr und überquerte die Ziellinie nach einem harten Schlagabtausch als Zweiter.

Den Sieg feierte Alex Palou vor Toni, Pietro Fittipaldi, Jack Doohan, Marcus Ericsson, David Malukas, Alexander Rossi, Pato O’Ward, Frederik Vesti, Kyffin Simpson, Josef Newgarden, Tom Blomqvist, Colton Herta, Scott McLaughlin und Sting Ray Robb.

In der Gesamtwertung führt Toni die Meisterschaft nun mit nur noch fünf mickrigen Punkten Vorsprung vor Alex Palou an. Damit steht fest, dass nur noch diese beiden Piloten den Meistertitel unter sich ausmachen können, während Scott Dixon, Colton Herta und Alexander Rossi jegliche Chancen einbüßen mussten.

Toni Notaro