2024 – Road America

Beim Rennen auf der Traditionsstrecke von Road America ging Toni vom 13. Startplatz aus in den Lauf und behauptete diese Position nach einer turbulenten ersten Runde zunächst schadlos. Im Anschluss suchte er sofort den Vorwärtsgang, saugte sich an das Heck von Kyle Kirkwood heran und lancierte mehrere Angriffe. Nach dem ersten Rennviertel erarbeitete sich Toni schließlich den entscheidenden Schwung, setzte sich mit einem mutigen Manöver daneben und zog so konsequent vorbei, dass Kyle Kirkwood absolut keine Gelegenheit für einen Konter blieb.

In der Folge heftete sich Toni an das Getriebe von Scott McLaughlin, während sich am Kommandostand eine strategische Option auftat. Mit extrem disziplinierter Fahrweise und hohem Risiko war es an diesem Tag möglich, einen kompletten Pitstop einzusparen. Toni entschied sich für das extreme Spritsparen und verharrte dadurch über weite Strecken auf der zwölften Position, während das Klassement durch die unterschiedlichen Taktiken im Feld völlig durcheinandergewirbelt wurde. Kurz vor seinem eigenen letzten Pitstop zahlte sich das lange Verharren auf der Strecke aus, als Toni eine wertvolle Leadlap abgreifen konnte, ehe er frischen Treibstoff fasste und sich im noch unbereinigten Feld auf dem siebten Rang wiederfand.

Da alle vor ihm platzierten Piloten in der Schlussphase noch einmal an die Box abbiegen mussten, spülte die Strategie Toni sensationell bis auf den ersten Platz nach vorne. Die ehemaligen Top Sechs hatten bei ihren späten Stopps jedoch frische weiche Reifen aufgezogen, wodurch Toni mit seinen stumpfen Waffen über zwei Sekunden pro Runde auf die heranstürmende Konkurrenz verlor. Zu seinem großen Rennglück gingen den Verfolgern im packenden Finale jedoch die Runden aus, sodass es lediglich Tom Blomqvist und Pato O Ward schafften, die Lücke komplett zuzufahren und an dem Führenden vorbeizuziehen. Toni rettete nach einer taktischen Meisterleistung den hervorragenden dritten Platz über die Linie und feierte ein weiteres vielumjubeltes Podium.

Den Sieg in Road America feierte Tom Blomqvist vor Pato O Ward, Toni, Alex Palou, Alexander Rossi, Marcus Ericsson, Colton Herta, Scott Dixon, Will Power und Josef Newgarden.

In der Gesamtwertung führt Alex Palou nun mit zehn Punkten Vorsprung vor Pato O Ward und weiteren zehn Zählern vor Toni, während dahinter Alexander Rossi, Tom Blomqvist, Scott Dixon, Colton Herta und Scott McLaughlin die ersten Verfolger bilden.

Toni Notaro