2026 – Sportwagenpokal von Mitteldeutschland

Der frischgebackene Champion erlebte ein extrem mühsames Rennen im Zeichen der Gewichtsbremse. Von dem 15. Startplatz aus schob sich Tsuyoshi beim Erlöschen der Ampeln zunächst auf die 13. Position nach vorne, geriet aber sofort unter massiven Druck von Lietz, der sich noch in der Eröffnungsrunde erfolgreich zurückmeldete. Mit dem hohen Strafgewicht im Heck kämpfte der Prototyp spürbar mit der Balance, sodass im weiteren Verlauf auch Laurens Vanthoor und Rehm mühelos vorbeizogen. Tsuyoshi konzentrierte sich rein auf Schadensbegrenzung und das saubere Absolvieren seines Stints. Während ein Großteil der Konkurrenz früh die Boxengasse ansteuerte, zog er den ersten Stint bewusst in die Länge, um im dichten Verkehr auf der engen Strecke keine wertvolle Zeit zu verlieren.

Nach dem Boxenstopp zur Rennmitte kehrte Tsuyoshi auf dem zehnten Rang auf den Asphalt zurück, direkt vor dem lauernden Vermeulen. Der Verfolger erhöhte für einige Umläufe drastisch das Tempo, konnte das hohe Niveau jedoch nicht halten und musste Tsuyoshi schließlich ziehen lassen. In der zweiten Rennhälfte blühte der Meister auf und blies zur Jagd auf den Porsche von Jani. Im 55. von insgesamt 68 Umläufen klebte er am Heck des Konkurrenten und ging nur wenig später vorbei, da sich Janis Mannschaft beim Benzinverbrauch verkalkuliert hatte und ihr Pilot extrem Sprit sparen musste. Tsuyoshi setzte sich sofort ab und profitierte in der Schlussphase von mehreren Ausfällen an der Spitze, die ihn bis auf die fünfte Position nach vorne spülten.

Den Sieg sicherte sich Rockenfeller nach einer makellosen Vorstellung vor Mies und Shwartzman. Ried kreuzte auf dem vierten Platz die Ziellinie, gefolgt von Tsuyoshi auf Rang fünf. Die verbleibenden Positionen in den Punkterängen gingen an Jani, Vermeulen, Bottas, Tauscher und Rehm.

In der Meisterschaft führt der vorzeitige Titelträger Tsuyoshi die Wertung nun vor Mies und Stolz an, während Aitken, Buemi und Ried die folgenden Plätze belegen. In der Teamwertung behauptet sich Schubert an der Spitze vor HRT und SSR. Bei den Herstellern liegt BMW weiterhin in Führung vor Ford, Ferrari, Toyota und Mercedes.

Tsuyoshi Nakamoto