Diesmal sind wir in Deutschland und es macht meiner Meinung nach wenig Sinn auf „unsere“ Probleme hinzuweisen. Natürlich sind wir nicht die Krone der Schöpfung und es gibt ganz sicher einige Sachen, bei denen wir uns bessern müssen. Doch das betrifft eher den Umgang mit Menschen unabhängig Ihrer Herkunft und dem typisch deutschen Gejammer über Mücken, die wir zu Elefanten machen.
Daher finde ich es auch mal wichtig das positive zu sehen: Wir sind das wirtschaftlich stärkste Land der EU und auch weltweit noch immer weit vorne zu finden. Wir sind ein sehr hoch entwickeltes Land, dass sehr frei und demokratisch ist. Man braucht nur mal 40 Jahre zurück denken und merkt dann sehr schnell, dass das keine Selbstverständlichkeit ist. Wir haben Meinungsfreiheit, Pressefreiheit und gelten als friedliches Land. Auch Gewalt und Kriminalität ist über die Landesgrenzen eher wenig bekannt.
Die Deutschen sind voll mit Tradition und Geschichte und haben regelmäßig Krisen überwunden. Und selbst bei außenpolitisch relevanten Krisen konnte Deutschland immer wieder auch andere Länder stärken und helfen. Aber auch da jammert wieder der Deutsche, warum ausgerechnet Deutschland helfen muss. Ganz einfach: Weil es ein Privileg ist und Deutschland dafür die Ressourcen hat. Südsudan würde sicher auch gerne mal helfen können, doch dafür sind die Menschen dort eher täglich mit dem schieren Überleben beschäftigt.
Und man braucht Deutschland beim Jammern sicher nicht mit Entwicklungsländern vergleichen, sondern besteht sogar fast alle Vergleiche mit direkten Nachbarländern. Das Thema Bildung ist sicher ausbaufähig, aber es wartet ganz sicher keine Generation von Einzellern in den Startlöchern. Deutschland konnte sich immer wieder an neue Umstände anpassen und ging als eines der führenden Länder hervor. Ich mache mir da wenige Sorgen, dass Deutschland wirklich mal ins Hintertreffen kommt.
Und mal ganz ehrlich: Warum möchten denn Menschen aus Krisengebieten gerne nach Deutschland kommen? Weil hier alles so furchtbar schlimm ist oder Deutschland als „Paradies“ gilt und hier jeder grundsätzlich eine faire Chance bekommt? Das wirkliche Problem von Deutschland liegt damit eher in den Menschen, die gar nicht erkennen, wie unglaublich gut es uns geht und alles schlecht reden. Die Deutschen sollten sich dagegen endlich mal auf die eigenen Stärken konzentrieren und diese viel öfter in den Mittelpunkt stellen. Und wer die Möglichkeit hat das hier zu lesen, sollte zumindest dringend mit dem Jammern aufhören.
Theodor startete mit großer Vorfreude in die Rallye Deutschland, da ihm der feste Untergrund sichtlich liegt. Am ersten Tag kam er hervorragend zurecht und leistete sich kaum Fehler. Es gab kaum Raum für Verbesserungen, doch am Ende reichte es knapp nicht für die Spitze. Er belegte den zweiten Rang hinter Ogier, wobei der Rückstand lediglich 1,7 Sekunden betrug.
Am zweiten Tag setzte Theodor seine fehlerfreie Fahrt fort und erhöhte den Druck. Er holte 1,4 Sekunden auf die Spitze auf und damit schrumpfte der Gesamtabstand zu Ogier auf winzige 0,3 Sekunden zusammen. Der Rest des Feldes verlor bereits den Anschluss auf die beiden. Am Nachmittag gingen beide Kontrahenten ans absolute Limit. In den Zwischenzeiten wechselte die Führung ständig hin und her. Dank einer höheren Konzentration im letzten Abschnitt setzte sich Theodor schließlich durch und beendete die Etappe 9 Sekunden vor Ogier, der am Ende sichtlich nachließ. Knapp hinter Theodor sicherte sich Neuville den zweiten Etappenplatz mit einem Rückstand von nur 0,019 Sekunden. In der Gesamtwertung lag Theodor nun 8,7 Sekunden vor Ogier.
Der Finaltag brachte die Vorentscheidung. Während Theodor wie ein Uhrwerk seine Bahnen zog, übertrieb es Ogier beim Cutten der Kurven und fing sich einen Reifenschaden ein. Dieser Fehler kostete den Franzosen eine volle Minute. Theodor blieb hingegen fehlerfrei und ohne Probleme. Er belegte auf der vorletzten Etappe zwar nur den vierten Platz, lag aber lediglich 1,4 Sekunden hinter dem Etappensieger Neuville. In der Gesamtwertung baute er seine Führung damit auf 13,3 Sekunden vor Neuville aus.
In der abschließenden Power Stage ließ Theodor nichts mehr anbrennen. Er fuhr erneut absolut präzise und sicherte sich den Etappensieg mit 5 Sekunden Vorsprung. Damit holte er die maximalen Punkte für die Weltmeisterschaft. Die Rallye Deutschland gewann er am Ende souverän mit 21 Sekunden Vorsprung vor Neuville. Die weiteren Plätze belegten Evans, Fourmaux, McErlean und Munster. Ogier rettete sich nach seinem Pech noch auf den neunten Gesamtrang, obwohl er in der Power Stage immerhin Zweiter wurde.
In der Meisterschaftstabelle konnte Theodor seinen Vorsprung durch diesen Erfolg wieder deutlich ausbauen. Er liegt nun 50 Punkte vor Ogier. Dahinter ist Evans mit einem Rückstand von 31 Punkten gefolgt von Fourmaux und Neuville.




