2025 – GT Rennen von Baden-Würtemberg

Auf eine Runde sollte der Mercedes diesmal sehr gut funktionieren und so schaffte es Thomas sich die Pole zu holen. Während die Nissan von weit hinten starten mussten, verlor Thomas jedoch direkt am Start einen Platz gegen Dienst. Er versuchte ihm zwar zu folgen, doch stattdessen kam Tramnitz von hinten immer näher und sollte gegen Halbzeit auch an Thomas vorbei kommen. Tramnitz hatte zudem Goethe im Gepäck, der sich wenig später auch in der Haarnadelkurve vorbei schob.

Doch noch war nichts verloren, Frey war noch nicht in den Punkten angekommen und Thomas würde selbst ein siebter Platz damit ausreichen. Doch die Reifen von Thomas waren nun komplett am Ende und überhitzten immer mehr, bis er schließlich nach der ersten Kurve die Kontrolle verlor und sich drehte. Er konnte auf P10 das Rennen wieder aufnehmen und sich direkt in der Haarnadel zumindest wieder auf P8 schieben, doch im Motodrom war das Rennen dann vorbei: Links hinten platzte der Reifen und Thomas strandete im Kiesbett. Damit waren die Titelhoffnungen begraben.

Dienst holte sich am Ende den Sieg vor Goethe, Tramnitz, Kirchhöfer, van Uitert, Engelhart, Bachler, Köhler, Schiller und Marschall.

Rahel Frey holte diesmal zwar keine Punkte, konnte aber am Ende noch um 3 Punkte sich den Meistertitel holen. Van Uitert schaffte es im letzten Rennen noch an Thomas vorbei zu ziehen und lag schließlich einen Punkt vor ihm. Vierter wurde Dienst, gefolgt von Aron, Tramnitz, Goethe, Marschall, Kirchhöfer und Kaffer.

Die Teamwertung holte sich Phoenix vor Winward, Mücke, Irschmer, Schubert, HRT, Abt und Manthey.

In der Markenwertung konnte Mercedes immerhin um 9 Punkte die Führung behalten und holte sich vor Nissan den Titel. Dritter wurde Alfa Romeo vor Opel, BMW, Ford, Audi und Porsche.

Abschließend muss ich zugeben, dass die Serie mit den DTM/GT/Trans-Am/GT500 Fahrzeugen aus den 90ern ambitioniert war, aber in Gänze so nicht funktioniert. Die Fahrzeugkonzepte sind zu verschieden, um alle auf einen Nenner zu bringen. Aerodynamik und Luftansaugung der Motoren, sowie die Auswirkung des stark unterschiedlichen Gewichts auf die Reifen sind einfach zu unterschiedlich. So sind Audi und Porsche z.B. auf eine Runde sehr schnell, haben aber im Rennen keine Chance. Dagegen sind Mercedes, Opel, Alfa Romeo und BMW das genaue Gegenteil. Noch „krasser“ ist Nissan, die Fahrzeuge waren sowohl auf einer Runde, als auch über die Renndistanz (trotz hohem Gewicht) einfach überlegen. Leistungsgewicht ist eben doch nicht alles.

Die SRS wird es jedoch auch nächstes Jahr geben. Ich hatte Anfangs überlegt in Richtung FIA NGT oder JGTC zu gehen, doch da gibt es zu wenige deutsche Hersteller, um bei einer nationalen Serie zu bleiben. Die Idee war verworfen. Doch für 2027/2028 hatte ich eine parallele Serie geplant. Die SRS in der Form von 2025 sollte zur SRS.Historic werden und dazu sollte die SRS.Modern mit GT2 Fahrzeugen kommen. Die GT2 sind bereits auf einem ausgeglichenen Niveau, es gibt aktuell 4 deutsche und 1 österreichischen Hersteller und das Leistungsgewicht ist vergleichbar. Zudem ist die GT2 in real momentan am Straucheln, verdient aber viel mehr Aufmerksamkeit, da es im Prinzip herausforderndere GT3-Fahrzeuge sind, wenn auch etwas langsamer.

Aber für mich war damit der perfekte Ersatz der Fahrzeuge klar: Die SRS wird ab 2026 mit GT2 Fahrzeugen fahren. Mercedes, Porsche, Audi und KTM stehen bereits als Marken fest. Dazu wird zu 90% noch BMW kommen, von denen es ein Konzeptfahrzeug gibt. Allerdings muss ich diesen noch „homologisieren“. Darüber hinaus könnten auch noch Brabham, Maserati, Ferrari und Ford kommen. Ebenso besteht die Möglichkeit Gillet, Panoz, Pontiac und Cadillac mit aufzunehmen. Auch wenn die Serie bei 24 Fahrern bleiben wird, so könnten damit theoretisch bis zu 13 Marken in der Klasse fahren. Das finale Line-Up wird es dann nächstes Jahr im Februar/März geben.

Thomas Niemayr