R18 – Riverside

Mit Riverside stand eine weitere Strecke an, die durch die langen Geraden gut für den Porsche und durch die vielen langen Kurven gut für den Chaparral war. Was erstmal nicht gut für Thaddeus klingt, war jedoch perfekt. Er konnte somit hoffen, dass der Sieg an eine dieser beiden Marken und damit nicht an Hulme im McLaren geht. In der Quali zeigten bereits Elford und Parnelli Jones mit P1 und P2 in ihren Chaparrals, wer die besten Chancen auf den Sieg hat, während Alan Jones im Toyota auf P3 zwar überraschend weit vorne war, durch Reifenprobleme aber keine Rolle im Rennen spielen sollte. Hulme startete unterdessen von P5, Thaddeus von P8. Thaddeus konnte von dort aus direkt beide Porsche und Hulme hinter sich lassen, doch Donohue und Hulme sollten wieder vorbei gehen können.

Für Thaddeus war das aber nicht weiter tragisch, da Hulme somit auf einer Position war, von der aus er nicht um den Sieg fahren konnte. Thaddeus ging daher nur das nötigste Risiko ein und fuhr fast das gesamte Rennen dicht vor Teamkollege Surtees auf P6. Hulme konnte sich zwar immer wieder mal absetzen, doch er kam nicht weiter nach vorne. So verblieb das Feld diesmal ohne einen spannenden Zweikampf und an der Spitze holte sich Elford 6 Sekunden vor Parnelli Jones den Sieg. Bruce McLaren wurde dritter, gefolgt von Donohue und Hulme. Thaddeus holte sich mit 46 Sekunden Rückstand den sechsten Platz. 20 Fahrer sahen das Ziel, 12 davon in der Leadlap.

Da Hulme nicht den Sieg holte, war Thaddeus damit Champion. Zweiter wurde Hulme mit 6 Punkten Rückstand, punktegleich aber mit weniger Siegen wurde Bruce McLaren dritter. Dahinter folgten Parnelli Jones und Elford vor Donohue und Scheckter. Andretti, Surtees und Gurney komplettierten die Top10, während 17 Fahrer Punkte holen konnten. Bei den Teams wurde hinter Bruce McLaren Motor Racing das Team Chaparral Cars durch den Doppelsieg beim Saisonfinale noch dritter, gefolgt von Team Surtees, Porsche-Audi und All American Racers. 9 von 14 Teams konnten Punkte holen. Bei den Herstellern änderte sich nichts mehr, McLaren wurde dominant Champion vor BRM, Chaparral, Porsche und Lola, während 8 von 11 Hersteller in den Punkten waren. BRM und Team Surtees waren übrigens die einzigen, die bei jedem Rennen Punkte geholt haben, Thaddeus war nur einmal nicht in den Punkten.

Damit ist die Saison zu Ende, doch die Idee eines „All American Challenge Cup“ wird weiter gehen. Die nächste Saison wird Ende der 80er sein. Dazu aber morgen mehr.

Thaddeus Nassek