2025 – Road America

Beim Lauf in Road America ging Toni vom zwölften Startplatz aus ins Rennen und zeigte eine starke Anfangsphase, die es ihm ermöglichte, die erste Runde bereits auf dem neunten Rang zu beenden. Im Anschluss fand er sich direkt hinter Will Power wieder, der in einer dichten Gruppe feststeckte, die maßgeblich von Marcus Armstrong eingebremst wurde. Die Erlösung brachte schließlich ein ungestümes Manöver von Christian Lundgaard, der sich beim Versuch, an Marcus Armstrong vorbeizugehen, fast von der Strecke drehte. Toni reagierte blitzschnell, nutzte das entstandene Durcheinander geistesgegenwärtig aus und schob sich in nur einem Rutsch bis auf die sechste Position nach vorne.

Danach fand sich Toni direkt hinter Christian Lundgaard wieder, dessen enorm hohem Tempo er in dieser Phase des Rennens allerdings nicht ganz folgen konnte. Zum Ausgleich hatte Toni nun jedoch freie Fahrt in sauberer Luft vor sich und nutzte diesen Vorteil optimal, um den Vorsprung nach hinten auf Marcus Armstrong kontinuierlich zu vergrößern. Da sich am Kommandostand erneut die riskante Möglichkeit abzeichnete, durch extremes Spritsparen einen kompletten Pitstop einzusparen, wählte Toni konsequent diesen strategischen Weg. Da er sich zeitgleich immer weiter von seinen Verfolgern absetzte, schien das taktische Kalkül voll aufzugehen.

Nachdem Toni schließlich zu seinem einzigen planmäßigen Service an die Box abgebogen war, sortierte er sich zunächst auf dem elften Platz wieder auf dem Asphalt ein. Da ein Großteil der Konkurrenz im weiteren Verlauf noch für ihre regulären Stopps reinkommen musste, spülte es den treibstoffschonend fahrenden Piloten im bereinigten Klassement immer weiter nach vorne. Allerdings war Toni in der absoluten Schlussphase nun auch mit den ältesten und am stärksten abgefahrenen Reifen im gesamten Vorderfeld unterwegs. Während Kyle Kirkwood mit frischerem Gummi eine furiose Aufholjagd startete und bis in die Top Fünf vordrang, geriet Toni in den letzten Runden unter massiven Druck durch den heranstürmenden Scott McLaughlin. Toni warf all seine Routine in die Waagschale, mobilisierte die allerletzten Reserven seines stumpfen Materials und verteidigte den siebten Platz mit klugem Stellungsspiel erfolgreich bis über die Ziellinie.

Den Sieg feierte Pato O Ward vor Alex Palou, Scott Dixon, Kyle Kirkwood, Christian Lundgaard, Colton Herta, Toni, Scott McLaughlin, Josef Newgarden und Marcus Armstrong.

In der Meisterschaft schrumpft Tonis komfortabler Vorsprung im Titelkampf dramatisch zusammen, sodass er vor den nächsten Läufen nur noch hauchdünne neun Punkte vor seinem permanent punktenden Erzrivalen Alex Palou liegt, während dahinter Scott McLaughlin, Josef Newgarden, Colton Herta und Pato O Ward die weiteren Plätze belegen.

Toni Notaro