All-American Challenge Cup

Zur Abwechslung gibt es diesmal eine Serie, die es so nie gegeben hat. Vorbild war die Can-Am Serie Anfang der 70er, so dass ich bei den Fahrzeugen auf die gleichen Regeln geachtet habe: 2 Sitze, mindestens 2,5 Liter Hubraum und Radkästen. Dazu habe ich die verschiedenen Wagen etwas ausbalanciert, damit nicht ein Fahrzeug alles dominiert. Hierzu gleich noch etwas mehr.

Die Fahrer habe ich ausschließlich aus der Can-Am genommen, wobei es eher ein Who-Is-Who der Serie und kein spezifisches Jahr ist. Ebenso sind die Teams zwar von den Namen korrekt, aber betreiben teilweise andere Fahrzeuge. Und dann noch die auffälligste Änderung: Es wird nicht nur in Kanada und den USA gefahren, sondern auch in Mexiko, Brasilien und Argentinien. Zudem sind Strecken im Kalender, die es so nicht in der Can-Am gab. Am ehesten wird hier klar, dass es eine fiktionale Serie ist, wenn Bruce McLaren im M8F auf dem Circuit Gille Villeneuve fahren wird. Eine Kombi, die real leider nicht möglich war.

Die Punkteverteilung wird wie zu Beginn der Can-Am, bzw. wie in der F1 sein: 9-6-4-3-2-1. Dazu gibt es pro Saisonhälfte nur 7 von 9 Rennen, die in die Wertung gehen. Die Rennen werden zudem Sprints sein und über ca. 30 Minuten gehen.

Zu den Fahrzeugen und Teams:

Alfa Romeo T33 T3 – Autodelta SpA

Im Alfa werden Arturo Merzario und Jackie Oliver fahren, während der Wagen beim Topspeed und den Kurvengeschwindigkeiten eher ausgeglichen ist. Der Wagen hat ca. 500 PS über einen 3 Liter 12 Zylinder Motor, die Stärke ist jedoch das Gewicht von unter 700 kg. Der Wagen wird damit auf Stop-and-Go Strecken sehr gut sein.

Berta Tornado SP – Willi Kauhsen Racing Team

Der argentinische Tornado wird von Willi Kauhsen und Jose Carlos Pace gefahren und ist trotz eines Gewichts von unter 500 kg wohl oft das Schlusslicht. Der Motor ist mit unter 3 Litern einer der kleines und mit ca. 300 PS der schwächste. Dennoch kann der Wagen auf sehr kurvigen Strecken überraschen.

BRM P167 – Team Surtees

Zusammen mit John Surtees werde ich mit meinem Alter Ego Thaddeus Nassek den BRM fahren. Der Wagen hat 7,5 Liter Hubraum und 600 PS, dafür aber auch knapp 900 kg. Trotz der Leistung fehlt es etwas an Topspeed, während dafür die Aerodynamik für ein gutes Kurvenverhalten sorgt. Der Wagen kann damit auf den richtigen Strecken an der Spitze fahren.

Chaparral 2F – J.W. Automotive

Jim Hall und Phil Hill werden den privat eingesetzten 2F fahren, der schon etwas in die Jahre gekommen ist. 7 Liter Hubraum und 530 PS treffen auf 870 kg. Der Wagen ist damit auf den Geraden schnell, aber in den Kurven eher im Nachteil. Auch der aktive Heckspoiler kann da das Alter des Fahrzeugs nicht verstecken. Der Wagen sollte eher im hinteren Feld zu finden sein.

Chaparral 2J – Chaparral Cars

Im Werksauto werden Vic Elford und Parnelli Jones fahren, das Highlight ist jedoch der Schneemobilmotor, durch den eine Turbine angetrieben wird und den Wagen so an den Boden saugt. 7,5 Liter Hubraum und 650 PS müssen jedoch 970 kg bewegen, so dass die Turbine nur das hohe Gewicht ausgleichen kann. Dennoch ein Kandidat für Punkte.

Ferrari 512 – North American Racing Team

Jacky Ickx und Jo Siffert werden den Ferrari bewegen, der einen 5 Liter V12 und 550 PS hat. Zwar hat der Italiener mit 840 kg nicht übermäßig viel Gewicht und zudem eine geschlossene Silhouette, doch die Technik ist schon etwas älter. Der Topspeed ist daher ganz gut, die Kurvengeschwindigkeit eher gering. Der Ferrari sollte eher im Mittelfeld landen können.

Lola T260 – Carl Haas Racing

Jackie Stewart und Peter Revson werden den Lola mit der Stupsnase bewegen, der aus 8 Liter Hubraum 760 PS auf 800 kg holt. Der Wagen ist damit von den Grunddaten einer der besten im Feld, jedoch hat er eine sehr schlechte Aerodynamik und ist zudem sehr anfällig für technische Defekte. Der Wagen kann damit um das Podium fahren, sofern er das Ziel sieht.

McLaren M8D – All American Racers

Mario Andretti und Dan Gurney werden den privaten und älteren McLaren fahren, der aus 7 Liter Hubraum 670 PS holt und mit 630 kg zu den Leichtgewichten gehört. Jedoch ist der Wagen auch einer der ältesten und somit in den Kurven nicht der beste.

McLaren M8F – Bruce McLaren Motor Racing

Bruce McLaren und Denny Hulme versuchen die Bruce & Denny-Show im M8F der aus 8,3 Liter Hubraum über 700 PS auf 900 kg leistet. Der Wagen hat zwar keine besondere Stärke, aber auch keine Schwäche und ist somit ein Allrounder, der auf allen Strecken weit vorne sein sollte.

Nissan R382 – Nissan Motorsports International

Al Holbert und Derek Bell werden den Nissan bewegen, der einen geteilten aktiven Flügel hat. Der Heckflügel kann sich damit sogar den Kurven anpassen. 6 Liter Hubraum leistet der V12, der 600 PS auf 800 kg leistet. Die Schwächen des Motors versucht man mit der Aerodynamik auszugleichen, so dass der Wagen in den Kurven besser ist, als auf den Geraden.

Porsche 917/10 – Roger Penske Enterprises

Penske wird den privaten älteren Porsche mit George Follmer und Hurley Haywood besetzen. Etwas über 500 PS schafft der 5,6 Liter Saugmotor, um die knapp über 700 kg zu bewegen. Der Wagen ist damit zwar sehr ausgeglichen im Feld, aber ihm fehlt ganz sicher die Leistung zur Spitze.

Porsche 930/10 – Porsche-Audi

Der Werks-Porsche wird von Mark Donohue und Jody Scheckter gesteuert und ist mit ca. 1.200 PS aus einem 5,4 Liter Turboaggregat der stärkste im Feld. Mit 800 kg ist er zudem relativ leicht und auf den Geraden unschlagbar. Einzig in den Kurven und den Anbremszonen hat er schwächen. Auf den kurvigen Strecken wird der Wagen damit seine Vorteile nicht nutzen können.

Renault A442 – Renault Sport

Francois Cevert und Jean-Pierre Jarrier werden den Renault mit 520 PS auf 770 kg bewegen. Was dem Wagen an Leistung fehlt, macht er durch sein Aerodynamik jedoch wieder wett. Ebenso ist der Topspeed mit bei den besten Fahrzeugen, so dass die französische Truppe öfter in den Punkten zu erwarten sein sollte.

Toyota 7 – Toyota Team TOM’s

Al Unser und Alan Jones werden den Toyota 7 bewegen. 5 Liter Hubraum leisten 800 PS auf ca. 950 kg. Der Wagen hat die besten Bremsen und die beste Aerodynamik, ebenso eine sehr gute Beschleunigung. In der Dirty-Air ist das Handling jedoch sehr schwer, so dass der Wagen nur auf den Geraden überholen kann. Zudem fehlt etwas Topspeed zur Spitze, wodurch der Wagen nur auf kurvigen Strecken und bei freier Strecke seine wahre Pace zeigen kann.

Thaddeus Nassek