WP12 – Jeddah

Die letzte Etappe über 168 km sollte ins Ziel nach Jeddah führen. Erneut war der Untergrund meist erdig, aber auf der kürzesten Prüfung war die Strecke schneller und deutlich weniger technisch. Es gab zwar auch einige Bereiche mit Navigation durch das offene schroffe Feld, aber die Streckenführung war einfacher, als am Vortag.

Tsuyoshi schaffte es dennoch einen Fels zu übersehen und beschädigte dabei seinen linken Vorderreifen. Da das Reifendrucksystem einen Luftverlust anzeigte, musste er anhalten und den Reifen wechseln. Der Stopp ging jedoch sehr schnell und so hat er nicht viel Zeit verloren.

Zum ersten Mal war Tsuyoshi damit aber nicht unter den ersten drei der WP, sondern nur auf P22. Burger siegte diesmal vor Sainz und Depres, Tsuyoshi verlor dennoch nur 2,5 Minuten.

Nach 8 Stunden und 19 Minuten hat Tsuyoshi damit die Dakar 2025 gewinnen können. Sainz wurde mit 1 Stunde 22 Minuten Abstand zweiter, Al Qassimi folgte weitere 29 Minuten dahinter. Strugo, Pesci und Loeb waren auf den weiteren Plätze, während viele Favoriten weit hinten waren. Chicherit wurde achter, Dumas zehnter, Roma auf P15, Despres auf P17 und Peterhansel auf P19. Ekström erwischte es noch härter, er wurde 33. vor Prokop, Coronel, Roberts und de Villiers. Der Abstand zum letzten, de Villiers, betrug stolze 3 Stunden 14 Minuten.

Das Spiel gibt zwar insgesamt 4.382 km als Distanz an, allerdings sind diese auf deutlich kleinere Distanzen im Maßstab gesetzt. Im realen Maßstab wäre die Gesamtzeit von Tsuysohi 42 Stunden 33 MInuten gewesen, Sainz wäre 6 Stunden 46 Minuten dahinter, de Villiers hätte stolze 17 Stunden 2 Minuten Abstand.

Und nun mein Fazit zum Spiel: Das Spiel hat Höhen und Tiefen. Die KI ist viel zu unkonstant, der Verschleiß der Fahrzeugteile ist viel zu gering und der Co-Pilot ist eine Katastrophe. Viele Stellen werden falsch, zu spät oder gar nicht angesagt. Ich werde wohl beim nächsten Mal auf englisch wechseln und hoffen, dass es dort besser klappt. Ebenso nutzte ich beim nächsten Mal den Karrieremodus, in der Hoffnung konstantere Gegner zu haben. Hoffentlich wird die KI dann auch stärker. (Oder ich hab den Dreh in der Spielreihe einfach schon zu gut raus.)

Die Etappen waren dafür sehr gut gestaltet. Die Strecken geben genau das wieder, was man bei den aktuellen Dakar-Rallys sieht. Es gibt sogar einen Roadbook-Editor, mit dem man sich die aktuelle Strecke machen könnte. Ich weiß aber nicht, ob ich das nutzen werde. Das editieren dauert länger, als die Strecken zu fahren. Und leider hab ich nicht gefunden, wie man ein Roadbook von anderen Usern nutzen kann.

Weiter zur wirklich störensten Sache des Spiels: Es stürzt permanent ab. Meist im Replay, hin und wieder zwischen den Etappen. Zum Glück selten auf einer Etappe. Und direkt danach folgt der Replay-Modus. Man ganze 5 Sekunden vor und zurück springen, während eine Etappe 30 bis 60 Minuten dauert. Das ist extrem nervig. Dazu wird bei jedem „Sprung“ das Auto gereinigt. Daher sind die meisten Bilder aus den ersten 10 Minuten der Etappen. Es dauert einfach zu lange, um ans Ende zu kommen und dann crasht das Spiel dabei fast unter Garantie. Einziger Pluspunkt zum Vorgängerspiel: Der Fotomodus. Wenig Schnick-Schnack, aber gute Bilder und einfache Steuerung. Im alten Spiel musste ich die Fotos während der Etappe machen und die Kameraoptionen beim fahren durchgehen plus Screenshot machen. Eine deutliche Vereinfachung des Ganzen.

Es ist schade, dass das Spiel nicht mehr weiter entwickelt wird. Das Spiel hat extrem viel Potenzial und bietet das Dakar-Feeling. Es sind aber die Kleinigkeiten und insbesondere die Abstürze, die einen Beigeschmack hinterlassen. Ich werde mal schauen, wie ich mir das Spiel für nächstes Jahr angenehmer gestalten kann, aber ich werde nicht mehr zum alten Spiel zurück gehen. Und ganz ehrlich: Allein ohne die ständigen Abstürze würde man über die anderen Kleinigkeiten hinwegsehen können. Schließlich ist es ansonsten eine echt gute Arcade-Sim, die viel Spaß macht. Von daher: Bis nächstes Jahr.

Tsuyoshi Nakamoto