Nachdem ich mir mal angesehen habe, wie lange mein aktuellster Charakter (Tsuyoshi Nakamoto) wohl noch in der F1 fahren wird, ist mir aufgefallen, dass ich so langsam mal an seinen Nachfolger denken muss. Da zum einen das Thema „Frauen im Motorsport“ langsam gepusht wird (Mouton, Lohr, Hürtgen, Schmitz, etc. hat man ja erfolgreich wieder vergessen) und zudem ein Einstieg in die F1 vor 2030/2031 eher unrealistisch ist, begrüße ich Thabea Nolan unter meinen Charakteren. Sie wurde am 17.12.2006 geboren und kommt aus dem kleinen englischen Ort Marston St Lawrence. Ab 2023 werde ich mit ihr in der F1 Academy an den Start gehen, ab 2025 werden alle Rennen passend zum realen Datum ablaufen.
Ihr Weg ist diesmal von mir recht offen gelassen und wird von den Ergebnissen abhängen. Mit viel Glück wird Sie es in die F1 schaffen, aber ich habe diesmal den Schwierigkeitsgrad der KI noch einmal erhöht. Einfach um das „Frauen haben es schwerer im Motorsport“ zu simulieren. (Auch wenn etliche talentierte Frauen schon das Gegenteil bewiesen haben)
Eine Vorwarnung für alle, die da besonders viel Wert drauf legen: Ich verzichte auf „Fahrerin“ und bleibe bei Fahrer. Eine Endung rettet nicht die Welt und bringt keine geschlechtsneutrale Behandlung. Herkunft und Geschlecht sollten bei der Beurteilung von Menschen grundsätzlich keine Rolle spielen, Endung hin oder her. (Oder auch: Bei mir werden bei gleicher Eignung Frauen und Menschen mit Beeinträchtigungen oder Migrationshintergrund nicht bevorzugt behandelt. An diesem Punkte endet veraltetes Klischeedenken und beginnt Gleichberechtigung. Nicht beim Ende eines Wortes.)
Und wo wir schon das Thema F1 Academy angesprochen haben: Die reale Serie hat eine gute Absicht, aber setzt imo so gut wie alles falsch um. Die Strecken sind für die Fahrzeuge zu groß und generieren langweiliges Racing. Die Fahrzeuge sind langsamer als die FRECA, so dass die Fahrer zu alt sind, wenn sie in die Nachwuchsserien kommen, in denen man Sie mit dem freien „Talentemarkt“ vergleichen kann. Dazu kommt das Pseudothema, dass die Fahrer zu einer Academy eines F1 Teams gehören. Zumindest kann man davon ausgehen, dass es sich hier nur um PR handelt, wenn Puma oder Tommy Hilfiger die Fahrer genauso gut vorbereiten sollen, wie die F1 Teams. Es wäre würdiger gewesen bei den Lackierungen der wirklichen Teams dahinter zu bleiben.
Ich werde versuchen diese Fehler auszubügeln, auch wenn ich das Hauptproblem nicht lösen werde: Wenn man eine Serie nur einem Geschlecht vorbehält, kann man das tatsächliche Talent leider nicht mit allen Nachwuchsfahrer vergleichen. Die F1 Academy bleibt leider weiter ein eigener Kosmos, der nichts über viel oder wenig Talent aussagt.
Die Lackierungen werden nicht von den F1 Teams kommen, sondern x-beliebige sein. Pseudo-Academy-Driver gibt es bei mir nicht. Und auch möglichst kein Klischee-Pink.
Die realen (abgespeckten) Formel 4 Fahrzeuge der F1 Academy haben nur 174 PS, ich nehme hingegen den Formel 4 Wagen Tatuus MSV-022 aus der GB3, der sogar stärker als der reguläre Tatuus T-421 ist und mit seinen ca. 260 PS auf FRECA Niveau liegt. Damit hebe ich die Serie dahin, wo sie eigentlich sein sollte, so dass die Fahrer nach der F1 Academy nicht noch einmal zwingend durch die FRECA müssen. Ich umgehe so das reale Problem: Mit 16 Jahren erstmals Formelsport, 2 Jahre je F1 Academy, FRECA, F3 und F2 und zack mit 24/25 Jahren zu alt für den Einstieg in die F1. (Ein hauseigenes Problem der F1 Academy, da man schon ein Jahr eher in den „normalen“ F4-Klassen antreten darf und als talentierter Fahrer dort auch nur ein Jahr ist. Ohne die F1 Academy hat man direkt mal 2 Jahre gewonnen.)
Bei den Strecken nutze ich kleinere und engere Strecken, auf denen man auch mit den Nachwuchsfahrzeugen mal überholen und racen kann. Zudem soll die Rundenzeit zwischen 1:20 und 1:45 liegen. In echt sind die Strecken ja eher 2 Minuten lang und bestehen zu 90% der Zeit aus Geraden. Für F1 brauchbar, für Nachwuchsserien nicht. In der ersten Saison bin ich somit in Most, Brands Hatch, Le Mans Bugatti, Tor Poznan, auf dem Salzburgring und als F1 Strecken kommen Imola und der Red Bull Ring in den Kalender.
Die restlichen Regeln lasse ich fast unangetastet. Das Punktesystem mit den Bonuspunkten für die Pole bleibt, allerdings fahre ich 2 Qualifyings getrennt voneinander und nicht das „2 in 1“ Format. Die in 2024 unregelmäßige Rennlänge passe ich ebenfalls an und Ziele auf ca. 20 Minuten pro Rennen (etwas kürzer als F3), während 2 Rennen pro Wochenende gefahren werden. Da ein Fahrer maximal 2 Saisons in der Serie fahren kann, steht auf für Thabea spätestens nach 2024 eine andere Serie an. Mit Glück kann es dann ab 2025 in die FIA F3 gehen, wenn es nicht sehr gut läuft sind ein Jahr IndyNXT oder zur Not auch die FRECA eine Option, mit schlechten Ergebnissen kann das ganze aber auch schnell im Breitensport enden.
