Bereits im Training hat Thomas Niemayr gemerkt, dass die Änderungen am Alfa Romeo kaum Verbesserungen gebracht haben. Der Wagen hatte immer noch wenig mechanischen Grip auf der Vorderachse, wodurch er in langsamen Kurven viel Untersteuern hatte und die Reifen schnell aufgebraucht waren. Die Zeiten waren zwar konstant, aber nicht besonders schnell. In der Qualifikation reichte es daher auch nur für einen schlechten 22. Platz, Teamkollege Patrese war 0,4 Sekunden schneller.
Das Rennen sollte da unerwartet deutlich besser werden. Bereits den Start erwischte Thomas perfekt und konnte noch vor der ersten Kurve bis auf P14 vor gehen. Ebenso war Warwick im Renault in der gleichen Runde noch schaffbar, bevor Thomas hinter Tambay fest hing.
Es dauerte ein paar Runden, aber er konnte auch den zweiten Renault hinter sich lassen und auf die Dreiergruppe Piquet-Surer-Rosberg aufholen. Während Thomas durch Ausfälle bis auf P10 vor gerückt war, gingen nach und nach die Reifen zu Ende. Er schaffte es dennoch mit einer sehr vorsichtigen Fahrweise den Stint über zwei Drittel des Rennens zu strecken, auch wenn er dadurch immer ein paar Sekunden hinter der Dreiergruppe blieb.
Thomas streckte damit den Pitstop in die Phase des Rennens, als die meisten an die Box kamen und konnte somit ebenso im letzten Drittel am Limit fahren. Er überholte dadurch sogar die Dreiergruppe, während die an der Box waren, doch Piquet kam direkt hinter ihm aus der Pitlane.
Er hatte keine Chance sich gegen den Brabham zu verteidigen, während kurz danach auch Surer hinter ihm war. Dieser war jedoch nicht ganz so gut unterwegs und Thomas konnte daher gegen ihn kämpfen. Doch leider berührten sich beide in der letzten Kurve minimal. Zwar hatte Thomas keinen Schaden, aber er wurde auf die Curbs geschubst, setzte auf und drehte sich schließlich.
Glück im Unglück: Da nur Surer, Rosberg und Warwick an ihm vorbei zogen, hat Thomas mit Warwick nur einen Platz an ein langsameres Fahrzeug verloren. Bis zum Rennende konnte er auf den Renault wieder aufschließen, kam aber nicht mehr vorbei. Der Dreher hat unter dem Strich dennoch nur Zeit gekostet, da er im Ziel 10. wurde, maximal P9 möglich war und beides keine Punkte gebracht hätte. Mit einer besseren Quali wäre vielleicht mehr möglich gewesen, aber die Punkte wären weiterhin außer Reichweite geblieben. Somit ist Thomas froh immer 8 Sekunden und 2 Plätze vor Teamkollege Patrese im Ziel gewesen zu sein.
Den Rennsieg hat sich unterdessen Alboreto im Ferrari dominant vor de Angelis im Lotus geholt. Mit Mansell im Williams war der dritte Hersteller auf dem Podium vertreten, Prost folgte nur minimal dahinter im McLaren. Mit Senna und Johannson kamen auch der zweite Lotus, bzw. Ferrari in die Punkte. Dagegen sind Piquet und Lauda ausgefallen, obwohl beide ebenso Kandidaten für die Punkte waren. Beide Teams sind sehr überrascht, da sich bei den Tests keine solche Zuverlässigkeitsprobleme angedeutet haben. Tambay, Fabi, Bellof und Laffite haben ebenso nicht das Ziel sehen können.






