Der Lausitzring zitterte unter dem Brüllen der Motoren als das Feld des einhundert Kilometer langen Brandenburgrennens in die erste Kurve schoss. Mittendrin zeigte Thorsten vom zwölften Startplatz aus eine furiose Anfangsphase und pflügte mit purem Vorwärtsdrang durch das dichte Getümmel. Bereits nach der ersten Runde fand er sich auf dem siebten Rang wieder. Die Aufholjagd stockte jedoch jäh an dem breiten Heck von Gounon. Rundenlang bissen sich die Reifen des Porsche an dem bärenstarken Kadett die Zähne aus bis das entscheidende Manöver endlich glückte.
Zu diesem Zeitpunkt war Engel auf dem fünften Platz bereits um wertvolle Sekunden enteilt. Ein Drittel der insgesamt neunundzwanzig Rennrunden verging mit einer unerbittlichen Hatz bei der Thorsten alles aus seinem Fahrzeug herausholte. Er schloss die Lücke nicht nur sondern fackelte nicht lange und zog direkt an seinem Markenkollegen vorbei. Wenig später lag auch Thiim im Kadett vor ihm. Erneut kostete es viel Schweiß und etliche Attacken um diesen Widerstand zu brechen. Als Vierter saugte sich Thorsten schließlich an das Heck von Maini heran und das Podium war zum Greifen nah.
In der absoluten Schlussphase schlug das Schicksal jedoch unbarmherzig zu. Der Turbolader des Porsche verlor plötzlich spürbar an Leistung. Auf den langen Geraden geriet Thorsten wehrlos ins Hintertreffen und musste mit ansehen wie Maini davonzog. In den finalen Umläufen spürte er sogar wieder den heißen Atem des heranstürmenden Thiim im Nacken. Mit purem Kampfgeist rettete Thorsten den waidwunden Boliden über die Ziellinie.
Den Sieg sicherte sich Paul vor Preining und Maini während Thorsten das Ziel auf dem vierten Rang erreichte. Dahinter folgten Thiim auf Platz fünf und Engel auf der sechsten Position. Die weiteren Top-Ten-Plätze belegten in der Reihenfolge des Einlaufs Gounon sowie Ortmann gefolgt von Engstler und Pier Guidi auf dem zehnten Rang.
In der Gesamtwertung der Fahrer liegt Thorsten an der Spitze und behauptet einen Vorsprung von sechzehn Punkten vor Holzem. Auf den weiteren Plätzen lauern Güven sowie Dörr und Bortolotti. Die Teamwertung wird von Manthey angeführt während Dörr und HRT die Verfolgerrollen einnehmen. Bei den Herstellern führt Porsche das Klassement vor Ford und Toyota an während Ferrari sowie BMW und Opel das Feld der Marken komplettieren.







