Das Saisonfinale bestritt Thomas ohne weitere technische Änderungen am Bonsai Godzilla. Die kühleren Temperaturen am Abend spielten dem Team in die Karten, da sie die Reifenprobleme minderten und Thomas erlaubten, von Beginn an mehr Druck auszuüben. Nach dem Qualifying reichte es für Startplatz vier in der Klasse. Direkt nach dem Start entwickelte sich in den ersten Kurven ein intensiver Kampf mit zwei Kontrahenten im Golf und dem Kadett von Verhoeven, während sich Schilling im Clio an der Spitze absetzen konnte. Thomas rutschte zwischenzeitlich auf die fünfte Position ab, hielt jedoch den Anschluss an die Spitzengruppe. Nachdem Verhoeven auf den zweiten Rang vorgegangen war, passierte Thomas zunächst Keutmann und wenig später auch Kamm. Da Schilling seinen Clio vorzeitig am Streckenrand abstellen musste, übernahm Thomas die zweite Position. Als auch Verhoeven mit Problemen kämpfte, entwickelte sich zwischen Thomas und Kamm ein direktes Duell um die Klassenführung. Thomas setzte sich durch und erarbeitete sich einen Vorsprung.
Beim ersten Boxenstopp verlor das Team zwar etwas Zeit, Thomas verteidigte die Führung jedoch erfolgreich. Zur Rennmitte prägten die üblichen Überrundungen der Spitzengruppe das Geschehen, während Thomas das Feld seiner Klasse weiterhin anführte. Im dritten Stint lieferte er sich über mehrere Runden einen Zweikampf mit Kaufmann im Alfa Romeo aus der Klasse 9, musste sich letztlich aber geschlagen geben. Während des letzten Rennabschnitts traf Thomas auf der Strecke zwar erneut auf Keutmann und Schilling, aufgrund diverser Probleme waren beide Fahrzeuge jedoch bereits überrundet, sodass kein neuerlicher Zweikampf entbrannte. Thomas überquerte die Ziellinie schließlich als Sieger und feierte seinen ersten Klassenerfolg, gefolgt von Bellersheim, Kamm, Schilling und Keutmann. Den Gesamtsieg sicherte sich Freichels im Cup Porsche vor Stursberg im RSR und Funke. In der Klasse 14 siegte Grohs im CSL, während König in der Klasse 27 und Kaufmann in der Klasse 9 triumphierten.
Der Gesamtsieg der Meisterschaft ging am Ende an Kurt König im Porsche 944 aus der Klasse 27. Auf den weiteren Plätzen folgten Chrzanowski, Zanders, Freichels, Stursberg, Müller und Verhoeven. Thomas verbesserte sich in der Endabrechnung auf den zehnten Gesamtrang und belegte in der Klasse mit einem Rückstand von 3,5 Punkten den zweiten Platz.
Die Premierensaison im Bonsai Godzilla war von kontinuierlichen Detailanpassungen an die Charakteristik der Nordschleife geprägt. Die Entwicklung zeigt deutliche Fortschritte beim Reifenmanagement. Während die absolute Bestzeit zunächst stabil blieb, sank der Reifenverschleiß signifikant. Der Zeitverlust durch abbauende Reifen schrumpfte von zuvor 14 Sekunden auf nun knapp über 6 Sekunden pro Runde, wodurch das Fahrzeug über die Distanz deutlich konkurrenzfähiger wurde. Der Rückstand bei den Bestzeiten verringerte sich im Saisonverlauf hingegen nur von 15 auf 9 Sekunden.
In der anstehenden Winterpause konzentriert sich die Entwicklungsarbeit auf fundamentale mechanische Bereiche. Geplant ist eine Neuverteilung der Radlasten, um das Gewicht gleichmäßiger auf die Strecke zu bringen. Zudem stehen Modifikationen am Getriebe und der Lenkung an, sowie die Arbeit an einem Leistungsloch im oberen Drehzahlbereich. Über Anpassungen an der Elektronik erhofft sich das Team zusätzliche Motorleistung, um die Defizite auf den Geraden zu minimieren. Sofern das Zeitfenster es erlaubt, soll auch die Aerodynamik optimiert werden. Der abschließende Klassensieg sorgt für Optimismus im Team, auch wenn die sportliche Aufgabe im kommenden Jahr angesichts stark wachsender Starterfelder in allen Klassen deutlich anspruchsvoller wird.











