Portugal war historisch ein Land, dass mit dem Schiff weltweit an fast allen Küsten kolonisierte und damit in die meisten Winkel der Erde Unruhen und Unterdrückung brachte. Während die ehemaligen Kolonien meist immer noch mit diesen Problemen kämpfen, hat Portugal einen sehr starken Wandel hingelegt und ist nun eher das Gegenteil: Weltoffen und sehr liberal. Mit diesen Grundsätzen hat man nicht nur den Lebensstandard und die Bildung auf ein sehr hohes Niveau gebracht, sondern auch die Drogenprobleme in den Griff bekommen.
Tatsächlich hat sich das Land dadurch zu einem sehr lebenswerten Ort entwickelt und zeigt selbst vielen europäischen Ländern auf, wie Menschlichkeit funktioniert. Die Staatsverschuldung ist jedoch recht hoch und die eigene Wirtschaft innerhalb der EU eher eine der schwächeren. Die Frage ist jedoch, ob Geld wichtiger ist oder doch eher friedliche und harmonisierende Gesellschaft.
Doch damit nicht genug: Portugal hat sehr starke Zuwanderungen aus den ehemaligen Kolonien und damit einen relativ hohen Anteil an Migranten. Durch die Weltoffenheit und liberale Politik hat Portugal jedoch nur sehr wenig mit den Problemen Mitteleuropas zu tun.
Die Portugiesen sehen jedoch nicht ausschließlich die Vorteile, die ihr Land gegenüber fast allen anderen europäischen Länder bietet. Insbesondere die schwache Wirtschaft und hohe Arbeitslosenquoten treiben die junge Bevölkerung aus dem Land. Viele Portugiesen wandern in die ehemaligen Kolonien, Frankreich oder nach Luxemburg aus, um so nach Perspektiven zu suchen. Erst im hohen Alter kommen die meisten zurück und belasten damit ein Sozialsystem, für das sie selbst wenig getan haben. Die Folge ist ein Teufelskreislauf, den man langsam versucht aufzuhalten. Allerdings helfen hier aktuell Arbeitsplätze, die man als „digitaler Nomade“ besetzen kann. Die Bevölkerung kann zunehmend im Land bleiben und dadurch helfen, den Staatshaushalt auf einen gesunden Kurs zu bringen. Dieser Prozess wird zwar noch einige Jahre dauern, kann aber Portugal zu den lebenswertesten Ländern machen.
Und damit zum Motorsport:
Diesmal war das Wetter Ende des Winters, bzw. Anfang des Frühlings in Portugal sehr unbeständig und nass. Im WRC hatte somit Theodor Niskanen auf der Piste, die mehr Schlamm als Schotter war, einige Probleme und verlor im Regen viel Zeit. Hinzu kam ein Reifenschaden auf der Powerstage, so dass er am Ende noch von Rang 3 auf Rang 5 abrutschte und mit 1 Minute 26 Sekunden Rückstand auf die Spitze gewertet wurde. Sieger wurde Matteo Fontana vor Ghjuvanni Rossi, Taylor Gill und Kerem Kazaz. In der Gesamtwertung führt Fontana nun 20 Punkte vor Theodor, dahinter sind Gill, Rossi und Kazaz. Die nächste Rally des WRC3 wird in Italien stattfinden.
In der WRC2 kam Thorsten Naujoks hingegen sehr gut in die Rally und holte sich direkt einen Vorsprung. Am zweiten Tag schmolz dieser zwar durch ein paar Fehler, aber am Ende konnte Thorsten das Feld wieder dominieren und klar gewinnen. Zweiter wurde Roope Korhonen vor Kajetan Kajetanowicz, Diego Dominguez Jr. und Mikko Heikkilä. In der Meisterschaft führt Thorsten nun 26 Punkte vor Korhonen, dahinter folgen Dominguez, Kajetanowicz, Dapra und Cerny. Weiter geht es mit dem WRC2 nun in Finnland.
Im World Rally Cup ging der erste Tag für Theodor Nygård trocken los und hier hatte er ein gutes Tempo, um die Führung um 4 Sekunden zu übernehmen. Am Nachmittag wurde es jedoch nasser und Theodor kam nicht mehr so gut zurecht. Am Ende beendete er den Tag mit 5 Sekunden Rückstand auf P2.
Am zweiten Tag ging es mit leichtem Regen los und Theodor verlor wieder etwas Zeit, bevor er einen Stein traf. Er hatte zum Glück jedoch nur ein paar Karosserieschäden und die Reifen haben die Situation überstanden. Dennoch verlor er damit 11 Sekunden und war zum Mittag um 16 Sekunden auf P3. Am Nachmittag wurde der Regen stärker und nun kam Theodor wieder besser zurecht. Er verlor nur noch 1,5 Sekunden auf Evans an der Spitze und war am Ende des Tages mit 18 Sekunden Rückstand dritter, jedoch nur knapp hinter Ogier.
Am dritten Tag trocknete die Piste nun langsam ab und Theodor erlaubte sich kleinere Fehler. Dennoch schaffte er es vor der Power Stage auf P2 zu gehen, auch wenn er nur 0,1 Sekunde vor Ogier war. Die Fafe-Etappe war schließlich die Power Stage und nun wurde nun vollständig im trockenen gefahren. Theodor gab alles und war am Anfang der Stage leicht vor Evans, doch dieser setzte sich bei den Zwischenzeiten gegen Mitte wieder vor ihn. Theodor pushte nun noch mehr, konnte fehlerfrei bleiben und sich doch noch um 8 Sekunden den Sieg auf der Etappe holen. Damit konnte er auch in der Gesamtwertung auf 11 Sekunden an Evans ran kommen und P2 sichern. Evans holte sich damit den Sieg vor Theodor, Ogier, Rossel und Munster.
In der Gesamtwertung ist Theodor damit nun 32 Punkte vor Evans, dahinter folgen Ogier, Fourmaux und Neuville. Die nächste Rally führt den WRC in die Anden nach Argentinien.





